Zeitung Heute : Eine wahre Fundgrube für Hobby-Astronauten

MARKUS VON RIMSCHA

Seit "Armageddon" in den Kinos anlief, ist die Welt im Asteroiden-Fieber.Es gibt nichts Aufregenderes mehr als Fotos oder gar Videos von Kometen, Planeten, Monden und Raumschiffen - je realistischer, desto besser.Wirklich realistische, weil reale, Eindrücke vermittelt die NASA auf ihrer Internet-Homepage ( www.nasa.gov ).Laut eigener Aussage fühlt man sich dort verpflichtet, das Wissen, das durch Raumfahrt und Weltraumforschung erworben wurde, der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Auf einer recht komplex verzweigten Seite mit unzähligen Verweisen auf andere Internet-Adressen, die sich ebenfalls mit Astronomie beschäftigen, findet der Surfer fast alles.Man hat die Möglichkeit, sich über Aktuelles zu informieren, Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema Weltraumfahrt zu erhalten oder sich in der "Multimedia Gallery" umzusehen.Hier sind zahlreiche Grafiken abrufbar, sortiert nach Themenbereichen.So wird beispielsweise John Glenn vorgestellt, der erste Amerikaner, der vor über 30 Jahren im Erdorbit flog.

In der "Photo Gallery" finden sich Grafiken über die Astronomie im Allgemeinen, verschiedenartigste Aufnahmen von der Erde und den verschiedenen Raumschiffen, allen voran das Space Shuttle.Selbstverständlich darf auch die aktuelle Roboter-Technik nicht fehlen, die bei unbemannten Einsätzen Verwendung findet.Den Metall-Kollegen sind schließlich zahllose Aufnahmen von der Mars-Oberfläche zu verdanken.Schließlich wird ein Blick ins Sonnensystem geworfen, hier finden sich unter anderem ein Mars-Atlas und Aufnahmen des berühmten Kometen Hale-Bopp.Es existieren auch Verweise auf verschiedene andere Internet-Seiten, auf denen die begehrten Bilder zu finden sind.

Die NASA-Image-Exchange-Seite beispielsweise bietet etwa 400 000 Bilder von sieben NASA-Zentren.Auch Aufnahmen, die nicht von der NASA stammen, sind zugänglich.So ist ein Verweis auf ein allgemeines Bilder- und Video-Archiv mit circa drei Gigabyte Daten enthalten.Auch Aufnahmen des europäischen Wettersatelliten Meteosat sind archiviert.

Insbesondere Erdaufnahmen existieren in den verschiedensten Varianten - von Radaraufnahmen über Fotos von Wettersatelliten bis hin zu den Aufnahmen des Total Ozone Mapping Spectrometer, das die ersten Weltraumbilder vom Ozonloch über der Antarktis brachte.Allerdings sind nicht alle Seiten für den Privatanwender geeignet.Denn ohne sehr schnellen Internetzugang und aufwendige Hardware ist manchmal wenig zu machen.

Sehenswert ist auch die "Welcome to the Planets"-Rubrik.Wer sich für die Reisen der verschiedenen Forschungssonden, wie den legendären Voyager oder das Space Shuttle interessiert, wird fündig.Auch wer einfach nur eine hübsche Bildersammlung von der Mondoberfläche oder einem der Planeten sucht, wird nicht enttäuscht.Vom sonnennahen Merkur bis hin zum weit abgelegenen Pluto sind alle Planeten vertreten.

Es finden sich aber nicht nur schöne Bilder, auch Daten in Textform sind gespeichert.So kann, wer will, sich über die Masse und Größe, die herrschenden Temperaturen, die Umlaufgeschwindigkeit oder die Zusammensetzung der Planetenoberfläche und der Atmosphäre informieren.Quasi als Zugabe sind die gesamten Informationen über die Planeten unseres Sonnensystems auch auf einer CD erhältlich.Sie ist lauffähig auf Apple Macintosh oder auf Intel-PCs mit Microsoft Windows.Dokumentiert sind hier insgesamt 190 Bilder, die in 20 Jahren Weltraumforschung zusammengetragen worden sind.

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