Zeitung Heute : Elektronischer Handschuh als Universalhilfe

STEFAN DAVID KAUFER

TU-Wissenschaftler entwickeln "SensorGlove" / Einsatz in Medizin und beim Tele-RobotingVON STEFAN DAVID KAUFERAn der Technischen Universität Berlin (TUB) wurde kürzlich das Forschungsprojekt "Gebärdenerkennung mit Sensorhandschuhen" vorgestellt.Damit findet der von Frank Hofmann am Institut für Technische Informatik entwickelte "TUB-SensorGlove" seine erste Anwendung.Der Handschuh dient zur Umsetzung menschlicher Greifmuster und Gesten in die Sprache des Computers.Der "SensorGlove" ist mit Sensoren ausgestattet, die sehr präzise Bewegungsmessungen ermöglichen.Sie liefern die Daten der ausgeführten Handbewegungen an einen gute Mittelklasse-Rechner.Die Genauigkeit der Sensoren ist beeindruckend: So sind etwa Veränderungen an einem Fingergelenk von bis zu einem Zehntel Grad meßbar.Der erste Prototyp des Gerätes wurde 1993 vorgestellt.Die aktuelle Version des Handschuhs ist Hofmann zufolge "vielen kommerziellen Systemen überlegen".Allerdings ist sein "SensorGlove" noch zu unhandlich und empfindlich, um außerhalb der Wissenschaft eingesetzt zu werden.Der Wissenschaftler hofft jedoch auf Einsatzmöglichkeiten im Bereich der Medizin als diagnostisches Instrument in der Handchirurgie und beim Tele-Roboting, wenn also Arbeiten ausgeführt werden, die für den Menschen gefährlich oder wie im Weltraum nur sehr aufwendig möglich sind.Um den "SensorGlove" auch für andere Berufsfelder interessant zu machen, müssen vor allem die klobigen Sensoren wesentlich verkleinert werden.Im Idealfall würden sie ganz im Handschuh "verschwinden".An der TU werden derzeit neuartige Sensoren entwickelt, die in etwa drei Monaten in den Meßhandschuh integriert werden sollen.Informationen unter

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