Zeitung Heute : Emnid-Studie belegt herausragende Rolle von DLR und DLF für das Zusammenwachsen in Ost und West

jbh

Das Deutschlandradio sieht sich als "Integrationssender Nummer eins". Ausweislich einer Emnid-Studie, die Intendant Ernst Elitz am Montagabend in Berlin vorstellte, leisten die beiden Programme Deutschlandradio Berlin und Deutschlandfunk Köln "den besten Beitrag zum Zusammenwachsen in Ost und West". Dieser Meinung seien 26 Prozent der Bevölkerung und 59 Prozent der regelmäßigen Hörer des nationalen Hörfunks. Von den Politikern, die beruflich mit der deutschen Einheit zu tun hätten, teilen sogar 63 Prozent die Einschätzung, dass Deutschlandfunk und Deutschlandradio Berlin, verglichen mit regionalen Radioprogrammen, der inneren Einheit am Besten dienen. Ernst Elitz sieht ein "unverwechselbares Profil" seines Senders und eine eigenständige Rolle, die "nicht durch andere Hörfunkprogramme ersetzt werden kann".

Die Emnid-Studie im Auftrag des Deutschlandradios weist aus, dass 3,5 Millionen Hörer regelmäßig die beiden Programme nutzen: Deutschlandfunk 2,7 Millionen, Deutschlandradio Berlin 700 000. Elitz schätzt die Verbreitung des Deutschlandsfunks mittlerweile auf zwei Drittel des Bundesgebietes ein. Anfang des kommenden Jahres wird in Kiel die 150. Frequenz des Deutschlandradios geschaltet. Mittel- und Langwellen blieben in Betrieb, Optionen auf weitere Verbreitungs-Techniken wie Digital Audio Broadcasting würden offengehalten.

Soviele Erfolgsziffern wollen in der Sicht des Deutschlandradios belohnt sein. Intendant Elitz wäre für die nächste Gebührenperiode ab 2001 mit "74 Pfennig zufrieden, mehr wäre angemessen". Derzeit erhält das Deutschlandradio von jedem Gebührenzahler moantlich rund 70 Pfennig.

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