Zeitung Heute : Ende für Proton-Import: Garantie und Service weiter gesichert

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Seit 1995 gab es eine neue Fernost-Marke auf dem deutschen Markt - die malaysische Marke Proton. Seit Januar wird sie nicht mehr angeboten. Denn die Proton Automobile Deutschland GmbH als Importeur hat den Import eingestellt. Als Gründe für diesen Rückzug nannte Proton Deutschland vom Hersteller verlangte mehrstufige enorme Preiserhöhungen, die zu nicht mehr wettbewerbsfähigen Preisen geführt hätten. Zudem seien von Proton angekündigte Produktentwicklungen nicht ausgeführt worden. Proton Deutschland glaubt, dass die malaysischen Hersteller an einem weiteren Export nicht mehr interessiert sind.

Den Haltern von Proton-Fahrzeugen versichert der Importeur, dass auch in Zukunft alle gegebenen Garantien erfüllt und Service und Reparaturen an Proton-Modellen vorgenommen werden. Ebenfalls sichergestellt ist die Ersatzteilversorgung. Da es sich bei den auf dem deutschen Markt angebotenen Modellen von Proton um Fahrzeuge handelt, die unter einem Blechkleid mit einem speziellen Proton-Design für die Front- und Heckpartien Mitsubishi-Technik tragen, dürfte es auch auf lange Sicht keine besonderen Serviceprobleme für Proton-Modelle geben.

Erstmals nach Europa importiert wurden Proton-Autos von 1889 an nach England. Denn in Malaysia als früherer britischer Kolonie fährt man links. Als man 1994 auch mit der Produktion von Fahrzeugen mit Linkslenker begann, dehnte man den Europa-Import auch auf mehrere Länder des Kontinents aus, in denen rechts gefahren wird. Proton hat übrigens 1996 das britische Entwicklungsunternehmen Lotus in Norfolk erworben, das dazu beitragen sollte, Protons Stellung als internationaler Autohersteller weiter auszubauen.

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