Zeitung Heute : Entscheidung mit Idealismus

Unternehmer: Olaf Elias handelt mit historischen Bauelementen

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Ende der achtziger Jahre wollte Olaf Elias Politiker oder Unternehmer werden. Damals studierte er Philosophie und Geschichte. Dann kam der Mauerfall. Viele Ostdeutsche trennten sich von alten Eichentüren und Jugendstilgeländern, die sie als nicht mehr zeitgemäß empfanden. Elias rettete die Fundstücke vor der Mülldeponie. Er sammelte diese in einer angemieteten Scheune und wurde so zum Unternehmer. Seit zwölf Jahren betreibt er in Marwitz auf einem 20 000 Quadratmeter großen Gelände – einer früheren SchweinemastLPG – seinen historischen Bauelementehandel. Seinen Familienbetrieb mit sechs Mitarbeitern beschreibt Elias so: „Wir brechen alte Gebäude kostenlos ab und verkaufen die historischen Ziegel, Holz-und Steinfußböden, Türen , Balken, Badeinrichtungen in alle Welt.“ Bauantiquitäten wie Gitter, Skulpturen und Steintröge kauft Elias in ganz Europa an. In seinem Landkaufhaus „Antiqea“ offeriert er preiswerten Hausrat, Lampen und Ladeneinrichtungen. Vieles vertreibt er auch übers Internet. Zu seinen Kunden zählen Architekten, Bauherren, Hand- und Heimwerker, Theater und Filmproduktionen. Elias rückblickend über seine Berufswahl: „Mit der Entscheidung, Unternehmer zu sein, kann ich die Umweltschutzideale meiner Generation verwirklichen.“ kaw

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