Zeitung Heute : Erlaubt ist, was gefällt

CLAUDIA WAGNER

Im Rahmen des Internet-Jugendwettbewerbs der " Zeit " unter dem Titel "e-generation" fand am letzten Sonnabend ein Internet-Workshop im Cafe "Website" statt.Die Veranstalter des Workshops hatten dazu Profis aus der Internet-Branche geladen, die dem Publikum viel Wissenswertes und auch Amüsantes aus ihrem Erfahrungsschatz zu berichten wußten.

Die beiden Referentinnen, Sabine Fischer, Projektleiterin bei Pixelpark, und Vicky Tiegelkamp, Web-Designerin bei Meta Design, wollten "einfach mal die coolen Sachen zeigen", um die Lust auf das neue Medium zu wecken.Daß das World Wide Web jedem die Chance bietet, seine Ideen als "independent publisher" ins Netz zu stellen und einfach mal was auszuprobieren, war dabei die eigentliche Botschaft der beiden."Es geht nicht darum zu bewerten", sagte Sabine Fischer.Das wichtigste sei "der Glaube an die eigene innere Freiheit".Gerade für Querdenker ist das Internet ein dynamisches Forum, das keine Standards in Form oder Inhalt vorschreibt: Erlaubt ist, was gefällt.

Auch die Organisatoren des Wettbewerbs lassen den Teilnehmern völlig freie Hand bei ihren Entwürfen.Jeder soll zeigen, was ihm Spaß macht und wie Kommunikation im Internet aussehen kann."e-generation" ist ein Abkömmling des schon zum dritten Mal ausgeschriebenen Internet-Literaturwettbewerbs "Pegasus", den die Zeit zusammen mit IBM und ARD online veranstaltet.Während sich Pegasus an alle richtet, die schon mit Computern vertraut sind, will e-generation Jugendlichen unter 21 Jahren die Chance geben, entdeckt zu werden.

Das Web als jüngstes Kommunikationsmedium befindet sich noch in einer Testphase, die geradezu dazu herausfordert, etwas Neues zu wagen.Sabine Fischer und Vicky Tiegelkamp jedenfalls präsentierten den Anwesenden bei dem Workskop nicht nur nutzbringende Web-Seiten, sondern auch recht ungewöhnliche und originelle Homepages.Neben der ästhetischen und inhaltlichen Seite gab es auch Hinweise zum Umgang mit der Internet-Sprache HTML und wie man sie sich aneignen kann.Im Netz selbst gibt es dazu einige interessante Angebote, wie etwa unter www.hotwired.com oder www.netzwelt.com , die den Laien mit dem Basiswisses vertraut machen.

Das Publikum, das am Anfang noch recht spröde wirkte, taute zunehmend auf, so daß es noch zu einer angeregten Diskussion über die Zukunft des Internets kam.Im Anschluß konnte nach Belieben und ausnahmsweise kostenlos gesurft werden.Die beiden Referentinnen sowie Ben Schwan von ARD-Online und Parvin Sadigh von der Zeit standen dem Publikum dabei als Ansprechpartner zur Verfügung.Vielleicht hat der ein oder andere die Zeit schon genutzt, um seine Web-Page für den Wettbewerb zu entwerfen.

Wer mit einem eigenen Beitrag teilnehmen möchte, kann sich noch bis zum 30.Juli anmelden.Einsendeschluß ist der 30.August.Mehr über die Teilnahmebedingungen erfährt man unter: www.pegasus98.de.

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