Zeitung Heute : Es gibt noch Betten in Berlin

2002 kamen weniger Touristen in die Stadt als ein Jahr zuvor

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Berlin ist immer weniger Deutschen eine Reise wert: Im Jahr 2002 kamen nur noch 3,55 Millionen Gäste aus dem Inland in die Stadt. Damit konnten die Hotels und Pensionen an der Spree 5,7 Prozent weniger einheimische Gäste begrüßen als im Jahr zuvor. Obwohl im selben Zeitraum 3,2 Prozent mehr ausländische Gäste – insgesamt 1,2 Millionen – nach Belin kamen, blieb damit auch die Gesamtzahl der Gäste um 3,6 Prozent hinter der des Jahres 2001 zurück.

Als Grund für das zurückhaltende Reiseverhalten sieht die Berlin Tourismus Marketing GmbH (BTM) in erster Linie die desolate wirtschaftliche Lage des Landes an. „In finanziell schwierigen Zeiten werden Städtetrips als klassische Zweit- oder Drittreise zugunsten einer Schonung der Haushaltskasse gestrichen“, meint BTM-Geschäftsführer Hanns Peter Nerger. Die positive Entwicklung bei den Ankünften und Übernachtungen internationaler Gäste zeige jedoch, dass die Einbußen nach den Anschlägen des 11. September 2001 vorerst überwunden seien.

Die 560 Berliner Beherbergungsbetriebe boten im Dezember 2002 rund 3900 Betten mehr an als im Dezember 2001. Die durchschnittliche Auslastung der insgesamt 66 900 Betten lag bei 45,6 Prozent und damit unter dem Vorjahreswert von 49,9 Prozent. Die Zahl der Übernachtungen betrug gut elf Millionen, auch das macht ein Minus: in diesem Fall jedoch nur 2,9 Prozent. rok

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