Zeitung Heute : Es glänzt trotzdem

Gerd Schönfelder fährt im stehenden Slalom auf den zweiten Platz und holt seine 17. Paralympics-Medaille

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Es ist seine 17. paralympische Medaille von denen zwölf sogar golden glänzen: Gerd Schönfelder erkämpft sich am Montag Silber im Slalom. Mit 2,42 Sekunden Rückstand auf den ersten Platz wurde "Schöni" im ersten Durchgang Vierter, hatte also noch einiges aufzuholen, um sich selbst den Traum von paralympischem Edelmetall zu erfüllen. Gleich mehrere Faktoren erschweren die Rennbedingungen für Schönfelder: Er fährt am liebsten auf hartem Schnee, doch die Pistenverhältnisse waren "oben weich, unten hart", bemängelt der Bayer nach dem ersten Durchlauf. Außerdem ist der Slalom nicht gerade seine Paradedisziplin. Die vielen engen Drehungen sind sehr schwer, wenn man nur einen Arm zur Balance hat. Schönfelder feiert diesen Herbst seinen vierzigsten Geburtstag und war ursprünglich sehr froh, mit seiner Lieblingsdisziplin - dem Abfahrtslauf - in seine letzten Paralympics zu starten. Doch das Wetter machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Wegen Nebels wurde das Rennen fünf Tage nach hinten auf den 18. März verschoben.Bei dem zweiten Lauf des Slaloms hatte Schönfelder dann mehr Erfolg. Eine halbe Sekunde war er schneller als beim ersten Durchgang. Doch der Neuseeländer Adam Hall war nach dem ersten Durchgang mit über zwei Sekunden Vorsprung auf den deutschen außer Reichweite. Kurz vor Schluss stürzte Hall sogar, fuhr aber weiter und erkämpfte sich knapp doch noch die Goldmedaille - Schönfelder blieb die silberne. Schönfelder ist froh, sich so früh schon eine Medaille gesichert zu haben und nun etwas lockerer in die nächsten Rennen gehen zu können. Die Goldmedaille von Martin Braxenthaler, ebenfalls im Slalom, gestern war für den Vollblut-Bayer ein extra Ansporn, sich heute eine Medaille heute zu erkämpfen.

„Gerd Schönfelder ist in bestechender Form“, gibt Trainerin Maike Hujara wenige Tage vor den Spielen zu Protokoll und Teamkollege Braxenthaler pflichtet bei: "Der wird auch in Whistler wieder sein Ding machen!" Viel dürfen wir uns also noch von Gerd Schönfelder erhoffen - die Paralympics Zeitung drückt die Daumen. Raphael Menke, 18 Jahre

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