Ex-Bundespräsident : Wulff bleibt ein Prozess offenbar erspart

Berlin - Alt-Bundespräsident Christian Wulff bleibt nach einem Bericht der „Bild am Sonntag“ aller Voraussicht nach ein Strafprozess wegen Korruptionsverdachts erspart. Ermittler des Landeskriminalamts Niedersachsen hätten keine Beweise für die Vorwürfe gefunden, die maßgeblich zu Wulffs Rücktritt vor rund einem Jahr beigetragen haben. Wulffs Anwalt Gernot Lehr wollte dazu am Sonntag keine Stellungnahme abgeben. Die Ermittler waren dem Verdacht nachgegangen, der Filmproduzent David Groenewold habe für den damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Hotelrechnungen bezahlt, weil Wulff sich im Gegenzug für den Filmemacher eingesetzt habe. Das Verfahren gegen Wulff wegen Vorteilsannahme läuft seit Februar 2012. Erwartet wird, dass die Staatsanwaltschaft Hannover nach der Landtagswahl in einer Woche offiziell ihre Entscheidung bekannt gibt, ob sie Wulff anklagen will. Dem Bericht zufolge blieben bei den Ermittlern zwar einige Restzweifel. Für eine Anklage sähen sie aber keine hinreichende Grundlage. (dpa)

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