Zeitung Heute : Extrem gefährlich

Die mutmaßlichen Entführer – wer ist die GSPC?

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Die „Salafistische Gruppe für Predigt und Kampf“ (GSPC ) ist die mächtigste bewaffnete Extremistenbewegung in Algerien und gilt als eine der gefährlichsten arabischen Terrorgruppen in Europa. Die meisten der nach dem 11. September 2001 enttarnten Terrorzellen werden dieser rasch wachsenden algerischen Islamistenbewegung zugeordnet. Die GSPC könnte, so glauben Ermittler, hinter dem Verschwinden der Touristen stecken.

Westliche Geheimdienste berichten, dass die GSPC bereits mehrfach „gottlosen“ europäischen Staaten mit Attentaten gedroht hat. Diese schriftlichen Drohungen war mit der Forderung an westliche Regierungen verknüpft worden, „inhaftierten Brüdern zu helfen“. Solche „Brüder“ befinden sich inzwischen zu Hunderten in Haft. Viele in algerischen Gefängnissen, andere in Europa. Es ist für Sicherheitsexperten klar, dass die GSPC der stärkste Flügel von Al Qaida in Europa ist.

Der Terror war vielfältig: Giftgasanschläge auf die UBahn in London, Vergiftung des Trinkwassernetzes in Rom, Angriff eines sprengstoffbeladenen Hubschraubers auf die US-Botschaft in Paris, Bombenanschläge auf die Kathedrale, das EU-Parlament und den Weihnachtsmarkt in Straßburg. Vier algerische GSPC-Mitglieder wurden im Frankfurter Islamistenprozess zu zehn bis zwölf Jahren Gefängnis verurteilt. Die USA haben die GSPC auf ihre Liste der gefährlichsten Terrororganisationen der Welt gesetzt. ze

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