Zeitung Heute : Fahndungs-Software: Internet-Suche nach vermissten Kindern

Mit Hilfe eines speziellen Software-Programms ist es erstmals möglich, im Internet gezielt nach vermissten Kindern zu fahnden. Die neue Technologie ermögliche es, in Bilder des Internet hineinzusehen und Gesichter zu erkennen, die sich an beliebigen Stellen im Bild befinden können, erklärte Jörg Lamprecht von der Kasseler Firma Cobion, die das Programm entwickelte und als weltweit führender Anbieter von Produkten für Bilderkennung im Internet gilt. In Deutschland will Cobion die Technik, mit der im Internet nach Missbrauchs-Opfern gefahndet werden soll, zunächst zwei Kinderschutzorganisationen zur Verfügung stellen.

Mit der Technik, an der die Kasseler Software-Entwickler nach eigenen Angaben vier Jahre gearbeitet haben, lassen sich Fotos der verschwundenen Kinder in eine Bildersuchmaschine einlesen, um diese nach gesichtsspezifischen Kriterien anzulernen und mit mathematischen Verfahren der Mustererkennung zu definieren. Hat die Suchmaschine die Lernphase abgeschlossen, forstet sie die vorhandene Bilderdatei nach der entsprechenden Person durch. Wird der Computer fündig, erfolgt ein Abgleich der vorhandenen und im Internet befindlichen Bilder. Das könne bis zu einem Monat dauern.

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