Zeitung Heute : Faible für die Natur

MARTINA HOLDERER

Eine Gärtner-Ausbildung ist in sieben Fachrichtungen möglichVON MARTINA HOLDERERFür Natur- und Umweltschutz schlüpft die Gärtnerin Anke Stein gern in eine Latzhose und verschafft der Stadt Karlsruhe ein grünes Kleid.Nach dem Abitur erlernte die 23jährige in der Stadtgärtnerei ihren Beruf der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau.Eine Gärtner-Ausbildung ist in sieben Fachrichtungen möglich: Baumschule, Friedhofsgärtnerei, Garten- und Landschaftsbau, Gemüsebau, Obstbau, Staudengärtnerei und Zierpflanzenbau. Wichtige Voraussetzung für diesen Beruf ist ein "Faible für die Natur", so Anke Stein.Wer Landschaftsgärtner werden will, sollte am besten ein Multitalent sein, Fähigkeiten als Platten- und Steinleger, Pflanzer, Heckenschneider, Botaniker, Teichbauer, Dachbegrüner, Bodenhacker, Wegebauer und Gehölzschneider in einer Person mitbringen.Zum Gärtnereinmaleins gehört natürlich auch das Bestimmen von Pflanzen und die Kenntnisse der botanischen Namen. Ein Gärtner-Azubi der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau verdient nach Vollendung des 18.Lebensjahres im dritten Lehrjahr 1210 Mark im Monat.Im ersten Berufsjahr beträgt sein Einkommen 3315 Mark monatlich.Die Arbeit der Gärtner wird oft über Stunden in Baumwollpflückerhaltung ausgeübt.Um Rückenleiden vorzubeugen, besuchen Azubis einen Kurs über rückengerechte Körperhaltung."Typisch für meinen Beruf ist der ständige Wechsel zwischen leichten, mittelschweren und richtig schweren Tätigkeiten", so Anke. Als Landschaftsgärtnerin mit Leib und Seele steckt Anke anstrengende körperliche Belastungen einfach weg.Das gelingt nicht jedem: Gärtnerazubis mit falschen beruflichen Vorstellungen brechen manchmal ihre Ausbildung ab.Ankes Vorbeugetip: "Gut informiert schützt man sich vor Enttäuschungen." Im Anschluß an die für Anke Stein von drei auf zwei Jahren verkürzte Ausbildung, werden manche Gärtner mit Abitur beziehungsweise Fachhochschulreife auch an ein Ingenieurstudium in der Fachrichtung Gartenbau oder Landespflege denken. Verzeichnisse anerkannter Ausbildungsbetriebe sind zu bekommen für die Fachrichtung Produktionsgartenbau: Zentralverband Gartenbau e.V., t 0228 / 81002-0; für Garten- und Landschaftsbau: Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V., t 02224 / 7707-0 oder bei der Landwirtschaftskammer vor Ort.

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