Zeitung Heute : Fall Schavan – kein Plagiat, aber falsch zitiert

München - In der Plagiatsaffäre um Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) ist die Universität Düsseldorf offenbar zu einem etwas milderen Urteil gekommen, als bislang angenommen. Der Promotionsausschuss werfe ihr nicht vor, in ihrer Doktorarbeit absichtlich getäuscht zu haben, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“. Schavan habe aber mit ihrer Zitierweise in Kauf genommen, gegen die Regeln des wissenschaftlichen Arbeitens zu verstoßen. Die Kommission habe dem Fakultätsrat dennoch einstimmig empfohlen, ein Verfahren zur Aberkennung ihres Doktortitels einzuleiten. Der Düsseldorfer Fakultätsrat entscheidet am Dienstag, ob ein Verfahren eröffnet wird. Selbst wenn die Wissenschaftler dafür votieren, bedeutet das für Schavan nicht automatisch den Verlust des Titels: Möglich ist auch, dass die Prüfer die genannten Gründe für nicht hinreichend befinden. Der CDU-Kreisverband Ulm/Alb-Donau will Schavan am Freitag erneut als Bundestagskandidatin aufstellen, schreibt die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“. Tsp/AFP/dpa

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