Zeitung Heute : Fall Siemens: Angeklagter gesteht

München - Der Münchner Prozess um die Schmiergeldaffäre bei Siemens hat mit einem Geständnis begonnen. Der 57- jährige Angeklagte räumte am Montag ein, er habe mit Wissen seiner Vorgesetzten ein System von Briefkastenfirmen und Scheinberaterverträgen aufgebaut. „Der komplette Bereichsvorstand war natürlich informiert, dass diese Tätigkeit von mir vorgenommen wurde.“ Nachdem Bestechung ausländischer Amtsträger 1999 strafbar wurde, habe Siemens diese Rechtslage unterlaufen wollen, um weiter auf diesem Weg Aufträge zu akquirieren. In der Anklage geht es um 53 Millionen Euro, die der Manager veruntreut haben soll. Insgesamt hat der Konzern fragwürdige Zahlungen von 1,3 Milliarden Euro eingeräumt. Die Vernehmung des früheren Vorstandschefs Heinrich von Pierer ist für Juni vorgesehen. Tsp

Tagesspiegel - Debatten


Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben