Zeitung Heute : Fans werden Opfer von Islam und Ideologie

KABUL (sid).Milliarden von Menschen sehen jeden Tag Fernsehbilder von der Fußball-Weltmeisterschaft, nur in der von den radikalen Taliban-Milizen kontrollierten afghanischen Haupstadt Kabul und in der stalinistisch regierten nordkoreanischen Metropole Pjöngjang findet das "Fest des Fußballs" offiziell nicht statt.In Kabul steht der Islam der WM im Weg, in Pjöngjang die politische Ideologie.Fußball darf gespielt werden, aber die Bildschirme bleiben schwarz, weil die Idolisierung des Fußballs in beiden Staaten verpönt ist.Trotzdem sind in Afghanistan Diego Maradona und Michel Platini seit den 80er Jahren Helden.Die Fans in beiden Staaten sind auf staatlichen Hörfunk und die regierungsamtlichen Zeitungen angewiesen.Nordkorea hält trotz aller politischen Probleme seine Forderung aufrecht, mit Spielen der Finalrunde an der Fußball-WM 2002 beteiligt zu werden, die in Südkorea und Japan stattfinden wird.In Nordkorea wird sogar immer wieder eine gemeinsame süd- und nordkoreanische Mannschaft für 2002 ins Gespräch gebracht.

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