Zeitung Heute : FANTASYTHRILLER

I, Frankenstein.

von

Frankensteins Monster (Aaron Eckhart) wird in einen apokalyptischen Konflikt zwischen himmlischen Gargoylen und höllischen Dämonen gezogen. Seine Bereitschaft, Partei zu ergreifen, wird durch die Erkenntnis, dass auch den Guten kaum zu trauen ist, nicht befördert. Doch nach 200 Jahren im Schmollmodus wirft sich die Kreatur beherzt ins unheilige Schlachtengetümmel. Der hirnrissige Plot allein hätte nicht zwingend einen schlechten Film zur Folge gehabt, mit Mut zur Selbstironie wäre auch bei einem Bruchteil der 70 Millionen Dollar Kosten eine rasante Genrepersiflage drin gewesen. Doch „I, Frankenstein“ nimmt sich viel zu ernst, wodurch das Ganze im Bermudadreieck zwischen „Underworld“, „Matrix“ und „Der Glöckner von Notre-Dame“ versenkt wird. Da rettet auch die maliziöse Performance von Bill Nighy als Dämonenfürst wenig. Unterirdisch.Jörg Wunder

USA/AUS 2013, 93 Min., R: Stuart Beattie, D: Aaron Eckhart, Miranda Otto, Bill Nighy

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