Zeitung Heute : Fernsehen nur mit Genehmigung

Der Tagesspiegel

Sie werden sich umgewöhnen müssen. „In der Untersuchungshaft gibt es keine Sonderbehandlung für Wienhold und Neuling“, sagt Justizsprecherin Anja Teschner. Und das heißt für die beiden Geschäftsführer der Immobilienfirma Aubis wie für die 800 anderen Häftlinge in Moabit: Wecken um circa 6.20 Uhr. Um 6.45 Uhr gibt es Frühstück. 11.45 Uhr Mittagessen. Abendbrot gegen 14.45 Uhr.

Wer glaubt, dass die Häftlinge alle im gleichen Aufzug über den Hof laufen, irrt. Ihre Anzüge mussten die Manager am Dienstagabend nicht abgeben. Die Anstaltskleidung wird nur auf Wunsch ausgegeben. Untersuchungshäftlinge haben Anspruch auf eine Einzelzelle. Hier finden sie beim Einzug das Nötigste wie beispielsweise Zahnbürste, Zahnbecher und Seife. Eine Stunde am Tag dürfen die Gefangenen raus, können die Zeit draußen beim Hofgang verbringen. Einlasszeiten für Besucher sind Montag bis Mittwoch von 9.45 bis 16.30 Uhr, Donnerstag von 11.45 bis 18.30 Uhr.

Soweit zu den Rechten. „Jede Sonderbehandlung muss beantragt und vom Haftrichter genehmigt werden“, sagt Teschner. Gegen einen Fernseher oder ein Radiogerät in den Zellen von Wienhold und Neuling wird der Haftrichter kaum etwas einzuwenden haben. Genehmigungspflichtig sind aber auch Besuche in anderen Zellen. Außerdem müssen die so genannten „externen Sprechstunden“ beantragt werden. Dabei können Angehörige frische Wäsche bringen. Dabei dürfen maximal fünf Kilogramm sauberer Kleidung gegen die getragene ausgetauscht werden. In der Regel wird den Häftlingen zwei Mal im Monat eine externe Sprechstunde genehmigt.

kf

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