Zeitung Heute : Fiat Ducato runderneuert

Ingo von Dahlern

Mit neuer Optik und zahlreichen technischen Verbesserungen hat in der nächsten Woche der Fiat Ducato auf dem Amsterdamer Autosalon seinen ersten großen Auftritt. Zu den auf den ersten Blick erkennbaren Veränderungen an der Karosserie zählt eine neu gestaltete Frontpartie. Ebenfalls in neuer Optik präsentieren sich Sitze, Lenkrad, Türverkleidungen und das Armaturenbrett mit neuen Instrumenten, zahlreichen zusätzlichen Ablagen und dem im Mittelteil angeordneten neuen Schreibdesk, das den Arbeitsalltag im Ducato vereinfachen soll.

Umfangreicher geworden ist die Sicherheitsausstattung. Neben dem auf Wunsch verfügbaren Fahrerairbag kann man künftig auch einen Beifahrerairbag sowie Seitenairbags ordern. Mehr aktive Sicherheit schafft eine neu entwickelte Bremsanlage Bei der für die Spitzenmodelle auch Scheibenbremsen für die Hinterachse angeboten werden. Als weitere Wunschausstattungen verfügbar sind ein Antiblockiersystem (ABS), eine Antriebsschlupfregelung (ASR) und eine elektronische Bremskraftverteilung. Das Einparken in enge Lücken unterstützt ein Parksensor, eine Kamera im Heck erlaubt es, den Bereich hinter dem Fahrzeug zu überblicken und spezielle Sensoren warnen, wenn man beim Fahrbahnwechsel ein Fahrzeug im toten Winkel übersieht. Und mit dem Telematiksystem Connect bietet Fiat für den Ducato eine moderne Infotelematik-Einheit, die Radio, Navigation, Telefon, WAP-Internetzugang und zahlreiche Callcenter-Dienstleistungen integriert.

Bei der Motorisierung setzt Fiat für den deutschen Markt auf einen Zweiliter-Benziner mit 80 kW (110 PS) und drei direkt einspritzende Turbodiesel mit Common-Rail-Hochdruckeinspritzung, die bei Fiat die Bezeichnung Unijet (JTD) tragen. Neben den bewährten 2,0-Liter JTD tritt dabei als völlig neue entwickeltes JTD-Triebwerk ein 2,3-Liter-JTD mit einer Leistung von 81 kW (110 PS). Spitzentriebwerk unter den JTD-Motoren ist der erst im vergangenen Jahr neu eingeführte 2,8-Liter-JTD mit einer Leistung von 94 kW (127 PS), der bereits bei 1800/min sein höchstes Drehmoment von 300 Nm liefert und das bis dahin angebotene 2,8-Liter-Triebwerk mit mechanischer Direkteinspritzung ersetzt. Seit dem Herbst bietet Fiat für den Ducato außerdem auch eine Viergang-Automatik von ZF an, die auch über eine Tiptronic-Funktion verfügt. Der Wählhebel ist ebenso wie bei den Modellen mit Schaltgetriebe in das Armaturenbrett des Ducato integriert.

Gemeinschaftsprojekt von Fiat und PSA

Der Fiat Ducato ist ein Gemeinschaftsprojekt von Fiat und PSA und wird zusammen mit seinen Schwestermodellen Citroën Jumper und Peugeot Boxer im süditalienischen Sevel-Werk in Val di Sangro gebaut. Ducato und Co. gehören zu einer der erfolgreichsten Transporter-Baureihen auf dem europäischen Markt, die eine für alle Transportaufgaben maßgeschneiderte Modellpalette bietet. Drei Nutzlastklassen mit 1000, 1400 und 1600 kg, vier verschiedene Radstände mit 2,85 Meter, 3,20 Meter, 3,70 Meter und 4,05 Meter, drei Fahrzeughöhen, Frontantrieb und wahlweise Allradantrieb und sechs Karosserievarianten - Kastenwagen, Pritsche, Doppelkabine, Kombi, Minibus und Luxusbus - stehen für den Ducato mit Nutzvolumina von 7,5 bis 14 Kubikmeter zur Wahl.

Seitliche Schiebetüren in zwei unterschiedlichen Höhen und Breiten und drei verschieden hohe Hecktüren machen aus dem Ducato einen praxisgerechten Allzwecktransporter, der auch als Doppelkabine angeboten wird. Aufbauhersteller können unter fünf verschiedenen Fahrgestellen wählen. Und besonders beliebt ist das Ducato-Chassis bei den deutschen Reisemobilherstellen. Rund zwei Drittel der in Deutschland gebauten Reisemobile setzen auf den Ducato. Für den Personentransport gedacht sind Kombi, Luxusbus und Minibus des Ducato, wobei Kombi und Luxusbus klassische geräumige Kleinbusse sind, die es als Fünf- und Achtsitzer gibt, für die die gesamte Motorenpalette des Ducato verfügbar ist.

Ein kurzer Blick auf weitere Fiat-Transporter. Im Format des Minivans Ulysse gibt es den Schnelltransporter Scudo als Kastenwagen und verglasten Kastenwagen mit zwei Radständen sowie einem Motorenprogramm mit Benzinern und modernen direkt einspritzenden Common-Rail-Dieseln. Bis zu 825 kg Nutzlast und bis zu fünf Kubikmeter Nutzvolumen bietet der frontgetriebene Kompakttransporter mit seinem bequem zugänglichen völlig ebenen Laderaum, der bis zu zwei Euro-Paletten aufnimmt, Schiebetüren an den Seiten, großen Hecktüren, tiefer Ladekante und seinem personenwagen ähnlichen Fahrerplatz.

Einen Pkw-Fahrerplatz bietet auch der Fiat-Transporter Strada aus der Palio-Familie. Bis zu 630 Kilo Nutzlast lassen sich auf seiner 1,77 Meter langen und 1,35 Meter breiten Ladefläche transportieren. Die vierte Größe im Transporterprogramm ist der vor einem Jahr eingeführte Fiat Doblò im Stil von Citroën Berlingo & Co - ein geräumiger und sehr preiswerter Kasten mit 700 Liter fassendem bis 1,42 Meter breitem Laderaum.

Tagesspiegel - Debatten


Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben