Zeitung Heute : FIFA entschuldigt sich bei Kolumbien

PARIS (dpa/sid).Nach einem scharfen Dementi des kolumbianischen Fußball-Verbandes, in WM-Karten-Schiebereien verwickelt zu sein, hat die FIFA ihren Verdacht gegen "ein südamerikanisches Land" entschärft.Der fragliche nationale Verband sei "wahrscheinlich unschuldig", sagte Keith Cooper, der Sprecher des Internationalen Fußball-Verbandes (FIFA).Am Freitag hatte der geschäftsführende FIFA-Generalsekretär Michel Zen-Rufinnen berichtet, daß nach Betrügereien durch Fußball- Funktionäre in Kamerun auch in Südamerika ein solcher Verdacht bestehe.Offiziell wurde das fragliche Land nicht genannt.Durch gezielte Indiskretionen war bekannt geworden, daß es sich um Kolumbien gehandelt haben soll.Der kolumbianische Fußball-Verband hat diese Berichte als falsch zurückgewiesen.Die Regierung des Landes hat den Verband unterdessen zur Klärung der Vorwürfe aufgefordert.

Im Zusammenhang mit dem Schwarzhandel mit WM-Tickets wird auch eine Untersuchung gegen den Verband von Kamerun durchgeführt.Dessen Präsident Vincent Onana war vor seiner Abreise zur WM nach Frankreich wegen illegalem Kartenhandel verhaftet worden.

Unterdessen sind Tausende japanischer Fans ohne ihre bestellten Eintrittskarten nach Frankreich aufgebrochen.Sieben Flugzeuge mit den Anhängern des WM-Neulings starteten gestern in Tokio.

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