Zeitung Heute : Flippern, ballern, zocken

Die Nachfrage nach Handy-Spielen steigt sprunghaft

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Spiele fürs Handy sind derzeit offenbar der große Hit – zumindest für den SpieleAnbieter Jamba. Das Berliner Unternehmen verzeichnet ein enormes Wachstum dieses Marktes, teilte jetzt der Vorstand, Alexander Samwer, mit. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres seien vom Jamba-Portal monatlich noch etwa 5000 Anwendungen herunter geladen worden. Im November sei die Zahl bereits auf mehr als 140 000 gestiegen. Dabei sind zwei Drittel auf den Spiele-Bereich entfallen. Taschenrechner und Nachrichtenticker sowie Erotik- Shows machten je 15 Prozent aus.

Derzeit bietet Jamba rund 150 Spiele fürs Handy an, die auf der Programmiersprache Java basieren. Jetzt will das Unternehmen die Produktpalette deutlich ausweiten. Bis Ende 2003 sollen mehr als 1000 Anwendungen bereitstehen. Der Schwerpunkt liege weiter auf Spielen, sagte Samwer. Es seien aber auch Anwendungen für andere Zielgruppen wie Geschäftsleute in der Entwicklung. Im Januar will Jamba überdies Handys mit einer „Persönlichkeit“ – einer Figur mit „Emotionaler Intelligenz“ – anbieten.

Seinen Optimismus stützt Jamba auch auf Schätzungen von Marktforschern, wonach in Europa in zwei Jahren etwa 200 Millionen Menschen per Telefon spielen werden. 2002 seien mit Handy-Anwendungen erstmals mehr als 500 Millionen Euro Umsatz in Europa erzielt worden. Bisher hat das Unternehmen mit 80 Beschäftigten nach eigenen Angaben mehr als 2,5 Millionen Kunden. rok

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