Zeitung Heute : Ford: Fiesta in neuen Proportionen

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Ihren ersten großen Auftritt hat die nächste Generation des Ford Fiesta bei der IAA 2001. Sie kommt nicht ganz so markant und kantig daher wie der Focus, aber dennoch kraftvoll und erwachsen. Das liegt vor allem an den veränderten Proportionen. Aus dem früheren Kleinwagen ist endgültig ein kompaktes und viel Platz bietendes Familienauto geworden. Knapp 3,92 Meter misst der neue Fiesta in der Länge, 1,68 Meter in der Breite und knapp 1,42 Meter in der Höhe. Bei einem Radstand von nun 2,49 Meter sind die Räder weiter an die äußersten Ecken der Karosserie gewandert, was vor allem dem Knieraum im Fond zugute kommt.

Stellt man den neuen Focus neben den neuen Polo, dann ist er, ausgenommen die Höhe, jeweils zwei bis drei Zentimeter größer als sein Wolfsburger Konkurrent mit den runden Doppelscheinwerfern. Ford setzt auf betont große trapezförmige Scheinwerfer, die vorn ebenso alle Leuchtenfunktionen zusammenfassen wie hinten die beiderseits der Heckscheibe hoch in der C-Säule positionierten Heckleuchten.

Große Fensterflächen mit einem dritten seitlichen Fenster lassen den Innenraum des vorerst nur als Fünftürer erhältlichen neuen Fiesta besonders hell erscheinen und ermöglichen eine besonders gute Rundumsicht. Der Fahrersitz und das zur Serienausstattung gehörende Lederlenkrad sind höhenverstellbar und bei Werkstoffwahl und Verarbeitung des Interieurs setzt man sichtbar auf Qualität und klare Linien und Symmetrie ohne New-Edge-Elemente. Mit 284 Litern groß ausgefallen ist der variable Laderaum.

Mit fünf Motoren - vier Benzinern und einem Common-Rail-Diesel - geht der Fronttriebler an den Start. Einstiegsmotoriserung ist der bewährte 1,3-Liter-Vierzylinder, der mit 43 und 50 kW (58 und 68 PS) angeboten wird und wie alle Benziner die Abgasnorm EU4 erfüllt. Kräftiger sind die beiden Vierventiler mit 1,4 und 1,6 Liter Hubraum, die 58 und 74 kW (80 und 100 PS) leisten. Fünftes Triebwerk ist ein 1,4-Liter-Turbodiesel mit Common-Rail-Hochdruckeinspritzung und 50 kW (68 PS), der nur 4,5 l/100 km verbraucht. Er wurde gemeinsam mit Peugeot/Citroën entwickelt und erfüllt die Abgasnorm EU3.

Beim Fahrwerk setzt Ford auf McPherson-Federbeine vorn und eine neu entwickelte Verbundlenkerachse. Gebremst wird mit Scheiben vorn und Trommeln hinten, unterstützt durch ein ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung. Zur Markteinführung nicht verfügbar ist allerdings eine Fahrdynamikregelung, die erst später kommt. Komplett präsentiert sich die Ausstattung für die passive Sicherheit mit zweistufigen Frontairbags, Seitenairbags und auf Wunsch auch Kopf-Schulterairbags.

Ford gibt seinem auf 14-Zoll-Rädern stehenden neuen Fiesta, der in den vier Ausstattungsversionen Basis, Ambiente, Trend und Ghia angeboten wird, bereits beim Basismodell eine recht umfangreiche Komfortausstattung mit auf den Weg.

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