Zeitung Heute : FORTSETZUNG

John Rambo

Kai Müller

Für gewöhnlich geht Rambo dorthin, wo sonst niemand hin will. Jedenfalls nicht freiwillig. Nach Vietnam auf der Suche nach US-Kriegsgefangenen, nach Afghanistan, um den Mudschahiddin beizustehen. Im unverhofften vierten Teil der Rambo-Serie hat Sylvester Stallone tatsächlich noch ein Land gefunden, in das selbst die Amerikaner nicht einmarschieren würden: Birma. Dorthin lässt er seine alternde Kampfmaschine Rambo diesmal in ein blutrünstiges Dschungelkriegsdrama ziehen. Dass sie 20 Jahre nach dem letzten Rambo-Teil wieder auftaucht, um eine Gruppe amerikanischer Missionare aus den Fängen des birmesischen Militärregimes zu befreien, hat mit dem In-Mode-Kommen der Interventionspolitik zu tun. Und noch immer sucht der müde Krieger nach den richtigen Gründen, massenhaft Leute umzubringen. Schauerliches Schlachtstück. Kai Müller

„John Rambo“, USA 2007, 90 Min., R: Sylvester Stallone, D: Sylvester Stallone, Julie Benz, Matthew Marsden

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