Zeitung Heute : Freeware zum Nutzen der Internet-Gemeinde

KURT SAGATZ

Tod Sambar ist ein Software-Entwickler aus dem Silicon Valley, spielt gerne Golf und hat sich einen Namen als IT-Berater gemacht.Doch Tod Sambar ist noch mehr.Er hat einen Server programmiert, mit dem ein ganzes Netzwerk über nur ein einziges analoges oder digitales Modem ins Internet gelangt.Das Beste daran: Das Programm ist Freeware, kostet also nichts.Daß es für den Entwickler durchaus Sinn machen kann, ein über Jahre verbessertes Programm wie den Sambar-Server (inzwischen Version 4.1) umsonst über das Internet ( www.sambar.com ) zur Verfügung zu stellen, ist nicht neu.So verdient Tod Sambar sein Geld damit, den notwendigen Support zu seinem Server anzubieten.

Den Nutzern des Sambar-Servers kann dies egal sein, denn auch ohne Hilfe von Tod Sambar läßt sich das Programm von einigermaßen versierten Computerkennern ohne größere Probleme installieren.Benötigt wird dafür zuallererst ein Computernetzwerk mit mehreren Windows-Rechnern (Win 95, 98 oder NT).Zur gemeinsamen Kommunikation muß das Protokoll TCP installiert sein, was sich für Internet-Clients von selbst versteht.Zudem erhalten die einzelnen Rechner feste IP-Adressen, mit denen sie im Netzwerk gezielt angesprochen werden können.Die letzte Vorbereitung betrifft den Internet-Service-Provider, denn von diesem wird noch die IP-Adresse des sogenannten DNS-Servers benötigt.

Die Installation nach dem Download des gepackten Sambar-Paketes (rund zwei Megabyte) stellt keinerlei Probleme dar.Erst für die Einrichtung des Servers, der ja nicht nur die Verbindung zum Internet, sondern auch das Abrufen von E-Mails, Newsgroups und FTP-Files erlaubt, sollte sich etwas mehr Zeit genommen werden.Die englische Dokumentation hilft bei den meisten Problemen weiter, mit einer eigenen Suchmaschine können entsprechende Hinweise komfortabel gesucht werden.Nach der Grundinstallation muß dann abschließend eine DFÜ-Netzwerkverbindung zum Service-Provider eingerichtet und beim Sambar-Server angemeldet werden.

Erfahrene Netzwerkkenner werden für die Installation und Einrichtung kaum länger als zwei, drei Stunden benötigen.Auch die Konfiguration der Netzwerk-Clients gestaltet sich verhältnismäßig einfach.Nach der Ersteinrichtung sollte noch ein Blick auf die Sicherheitseinstellungen des Servers geworfen werden.Zum einen gilt es, den Rechner vor Angriffen aus dem Netz zu schützen.Zum anderen kann relativ fein eingestellt werden, ob und welche Internet-Sites gesperrt werden sollen.Damit und mit dem sensationellen Preis zeichnet sich der Sambar-Server auch für den Einsatz in Schulen und anderen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche aus.

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