FÜHRUNGSchätze der Alten Nationalgalerie : Auf dem Kissen ins alte Rom

Konstantin Seliger

Die Alte Nationalgalerie ist auf der Museumsinsel. Dort sind mehrere Museen. Ich fand das Gebäude schön, es ist außerdem riesengroß. Der Raum, in dem wir die Bilder angeschaut haben, war im zweiten Stock. Im ersten Stock haben wir Halt gemacht. Da hat uns Ines Doleschal das Reiterstandbild des Königs durch das Fenster gezeigt. Der König hat als Erster auf der Museumsinsel bauen lassen.

Die Führung, an der ich teilnahm, handelte von Joseph und seinen Brüdern (aus der Bibel). Die Bilder waren eigentlich keine Gemälde, sondern Fresken. Die Farben werden auf frischen, feuchten Putz aufgetragen, und fertig ist ein Fresko (Fresko bedeutet „frisch“ auf Lateinisch). Die Fresken wurden aus einem Palast in Rom rausgenommen und vor über 100 Jahren mit der Eisenbahn nach Berlin transportiert.

Die Führung hat etwa 45 Minuten gedauert. Danach durften wir eine Viertelstunde malen, was wir auf den Bildern am schönsten fanden. Toll war, dass Ines Kissen zum Draufsetzen dabei hatte. Die Kinder, die an der Führung teilnahmen, waren zwischen fünf und 13 Jahren alt. Das Thema war etwas gewalttätig. Ines hat, so gut es geht, vermieden, dass es für die Kleineren zu gruselig wurde. Sie hat den Kindern zu den Fresken Fragen gestellt. Am 22. März ist das aber kein Problem, denn das Thema heißt „Frühlingsgefühle“, da gibt es nichts zum Gruseln. Die Führung hat mir gut gefallen und war spannend. Ich werde bestimmt wieder mitmachen. Jeden Samstag gibt es ein anderes Thema. Ich kann es nur jedem empfehlen, auch hinzugehen. Konstantin Seliger

Alte Nationalgalerie, Sa 22.3., 15 Uhr, Familienführung: 3 €. Konstantin Seliger ist zehn und wohnt in Spandau.

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