Zeitung Heute : Funkstörung und Datensalat

Funkstörung und Datensalat
Datenverlust durch Stromausfall. Ein Bagger beschädigte ein Hauptstromkabel und trennte so das Nachbargrundstück fünf Stunden lang von der Stromzufuhr.Dadurch gingen in einer Datenverarbeitungsanlage sämtliche Daten vorangegangener Tage verloren.Außerdem wurden Datenbanken und das Netzwerk der Anlage beschädigt.Für die Reparaturen und die Neueingabe der Daten entstanden Kosten von 4785,15 Mark, die die Baufirma zahlen sollte.Die Forderung wurde vom Landgericht Konstanz abgelehnt (Az: 1 S 292/95), wie die IHK-Zeitschrift "Die Berliner Wirtschaft" schreibt.Die Richter vertraten die Auffassung, daß der Betreiber der EDV-Anlage weitgehend selbst für den Schaden verantwortlich sei.Ein Betrieb, der auf eine funktionierende EDV-Anlage und den Zugriff auf Daten angewiesen sei, müsse die gespeicherten Daten wenigstens einmal am Tag sichern und ein Spannungspuffergerät anschaffen, das derartige Stromausfälle überbrücke; mit denen sei auch ohne Erdarbeiten in der Nachbarschaft ständig zu rechnen.Das allein ist hier laut Gericht aber nicht entscheidend.Die Klage scheitere bereits daran, daß Schadenersatz nur bei einer Eigentumsverletzung in Frage komme, während in dem vorliegenden Fall gar kein Eigentum an einer Sache vorliege.Die Definition für "eine Sache" auch auf die neuen Technologien auszuweiten sei Sache des Gesetzgebers, betonten die Richter. Blitzeinschlag. Trotz Blitzableiter und Schutzeinrichtungen in den Freileitungen der Energieversorger können bei einem kräftigen Unwetter Spannungen von mehreren tausend Volt für Bruchteile von Sekunden ins Hausnetz gelangen.Wenn möglich, sollte man daher bei aufziehendem Gewitter Netzstecker und die Hausantenne herausziehen, um Fernseher, Hifi-Anlagen, Faxgeräte und Computer vor Überspannungsschäden zu schützen, rät der TÜV Rheinland.Auch in Apparate, die außer Betrieb sind, kann der Blitz einschlagen.Das Herausziehen der Stecker ist jedoch oft eine umständliche Maßnahme.Praktikabler, allerdings mit Investitionen verbunden, sind sogenannte Überspannungsableiter.Diese werden in die Steckdose eingesetzt und verhindern, daß zu hohe Spannung auf das Gerät übertragen wird.Genauso funktionieren Schutzvorrichtungen, die bereits in die Steckdosen integriert sind.Durch eine zusätzliche Schutzeinrichtung am Verteilerkasten können in einem Gebäude auch komplette Stromkreise geschützt werden.-ddpADN

Tagesspiegel - Debatten


Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar