Zeitung Heute : Fußball-Roboter der FU noch nicht in Bestform
17.04.2002 00:00 UhrEs geht auch ohne Ronaldo. Der Stürmer, der die „FU-Fighters“ immerhin zweimal zur Vizeweltmeisterschaft geführt hat, saß beim RoboCup German Open in Paderborn aber nur auf der Bank. Doch auch ohne ihren Altstar sicherten sich die kickenden Roboter von der FU Berlin mit einem souveränen 7:3-Sieg gegen „5dpo“ aus Portugal den ersten Platz in der Small Size League.
Chancenlos blieb dagegen die zweite FU-Mannschaft. Mit ihr waren die Informatiker um Professor Raul Rojas erstmals auch in der Middle Size League angetreten – und schon in der Vorrunde gescheitert. Der Pokal in dieser Klasse, in der Roboter mit bis zu 50 Zentimeter Bauchumfang um einen echten Fußball streiten, ging an Philips.
Über 6000 Zuschauer hatten die Endspiele am Sonntag im Paderborner Heinz Nixdorf Museum verfolgt. Doch bleibt abseits des sportlichen Wettstreits das eigentliche Ziel: die Künstliche Intelligenz (KI). Letztlich sollen die Maschinen dem Menschen immer ähnlicher werden. Aus diesem Grund sind die „FU-Fighters“ in die Middle Size League eingestiegen. Denn im Gegensatz zur kleinen Liga, die durch eine Deckenkamera mit einem „göttlichen“ Weltbild versorgt wird, verfügen die „Großen“ über eine eigene Sicht der Dinge. An der allerdings muss noch einiges optimiert werden. Bis zur Roboter-WM in Japan sollen die Spieler nicht nur besser sehen lernen, auch mit der Funk-Kommunikation soll es dann bei den Berlinern besser klappen. Markus Horeld
Der Wettbewerb unter: www.robocup-german-open.de








