Zeitung Heute : „Geben Sie der Lustlosigkeit keine Chance“ Fünf Tipps gegen den Wieder-arbeiten-Blues

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Es soll Menschen geben, die vor ihrer Abreise in den Urlaub bereits Vorsorge getroffen haben, damit die Mailbox während ihrer Abwesenheit nicht überquillt und der Schreibtisch aufgeräumt auf sie wartet. Doch das sind die Ausnahmen.

Wenn Sie zu den – hoffentlich – erholten Rückkehrern gehören, bei denen das nicht zutrifft, können Ihnen fünf leicht nachvollziehbare Tricks sicher dabei helfen, den „Schonwieder-arbeiten-Blues“ relativ schnell zu überwinden.

1. Urlaubserinnerungen: Bringen Sie etwas aus dem Urlaub mit für Ihr Büro. Das kann ein Foto Ihrer Lieblingsaussicht, eine Postkarte oder eine Muschel vom Strand sein. Auch ein Stück Fels vom höchsten Berg, den Sie bewältigt haben, eignet sich. Dieses Souvenir platzieren Sie in Ihrem Büro so, dass Sie es leicht sehen können. Jeder Blick darauf wird Sie an die schönen Momente Ihres Urlaubs erinnern, unbewusst werden durch das bloße Ansehen Glücksgefühle ausgelöst, die ein kleines Stück Ferien in Ihren Arbeitsalltag integrieren. Wenn Sie möchten, können Sie diese guten Gefühle mit einem tiefen Einatmen und langsamen Ausatmen verstärken.

2. Schreibtisch sortieren: Sichten Sie die Eingangspost und sortieren Sie sie in Briefkörbchen nach „wichtig und eilig“, „zur Info“ und „Werbung/Mailings/Einladungen etc.“ Arbeiten Sie zunächst den Stapel mit der Werbung ab (geht am schnellsten), dann lesen Sie die Unterlagen „zur Info“ quer (kann gleich abgelegt werden und Sie sind auf dem aktuellen Informationsstand). Mit dem Erfolgserlebnis zweier leerer Briefkörbe können Sie sich in Ruhe mit „wichtig und eilig“ auseinandersetzen.

3. E-Mails abrufen: Während das mühsame Häufchen- und Stapelbilden bei der gelben Post den wichtigsten Beitrag zur Arbeitserleichterung leistet, können Sie sich diesen Schritt bei E-Mails von intelligenten Sortier- und Filterprogrammen abnehmen lassen. Da jede Software anders ist, lesen Sie bitte in den Filtereinstellungen nach, welche Befehle dafür notwendig sind. Gefiltert wird sinnvollerweise nach „Absender“ (etwa Chef, wichtiger Kunde, wichtiger Kollege), nach „Kopie“ (was Sie zur Information erhalten haben) und nach Blindkopie (Ihr Name steht im bcc- beziehungsweise BK-Feld und ist nur für Sie sichtbar, für die anderen Empänger nicht). So bekommen Sie Ihren Posteingang frei und können die elektronische Post nach und nach abarbeiten: Gehen Sie dabei am besten in der gleichen Reihenfolge vor wie unter 2. genannt. Und: Vergessen Sie nicht, den Autoresponder zu deaktivieren, wenn Sie ihn eingeschaltet hatten.

4. Bei Vertretung bedanken: Sollten Sie in der glücklichen Lage gewesen sein und eine Urlaubsvertretung gehabt haben, so bedanken Sie sich umgehend. Am besten mit einem wirklich willkommenen Präsent. Was das sein könnte, sollte leicht über die Kollegen herauszufinden sein, die während Ihres Urlaubs „Stallwache“ gehalten haben. Diese liebevoll verpackte Aufmerksamkeit muss auch nicht teuer gewesen sein.

5. Kollegen begrüßen, „Flurfunk“ abhören: Wenn Sie aus einem längeren Urlaub zurückgekehrt sind, interessiert es manche Kollegen, wie es war und was Sie alles erlebt haben. Wenn Sie Lust haben, darüber zu berichten, tun Sie das am besten während der Mittagspause. So können Sie allen Interessierten auf einmal die Highlights Ihres Urlaubs erzählen und sicherstellen, dass jeder die gleichen Informationen bekommt. Gleichzeitig werden Sie Ihrerseits wieder an den „Flurfunk“ angeschlossen und sind schnell wieder auf dem aktuellen Informationsstand. Diese Form der „Rückintegration“ wird von den meisten Unternehmen problemlos akzeptiert, oft sogar gefördert.

Wenn Sie die Reihenfolge dieser Tipps einhalten, haben Sie die urlaubsbedingten Wissenslücken schnell und methodisch wieder aufgefüllt.

Claudia Nuber ,

Coach und Systemische Beraterin in Glonn bei München

berät Personen und Unternehmen, die sich weiter entwickeln und vorankommen wollen

(www.cnconsult.de).

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