Zeitung Heute : Gefördert und gefordert

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DER ENTDECKER

Rudolf Scharping errang 1991 als Spitzenkandidat der SPD in Rheinland-Pfalz einen großen Wahlerfolg. Er konnte die CDU, die 40 Jahre regiert hatte, in Koalition mit der FDP ablösen. Während des Wahlkampfs hatte Jürgen Zöllner bereits Scharpings Schattenkabinett angehört, nun wurde er Wissenschaftsminister. In dieser Funktion blieb Zöllner auch, als Scharping 1994 Bundeskanzler werden wollte und nach Bonn ging.

DER VERBÜNDETE

Mit Hans Zehetmair , von 1989 bis 2003 Kultusminister in Bayern, hat Jürgen Zöllner ein Dream-Team abgegeben – so sieht Zöllner selbst das. Zehetmair erwies sich auf Unionsseite in der Kultusministerkonferenz als verlässlicher Partner. Weil auch er Gegensätze nicht um der Gegensätze willen aufbauen wollte, sondern Sachpolitik betrieb, entstanden zwischen beiden Respekt und Vertrauen – zum Nutzen der Bildungspolitik. Zehetmairs einzige Kritik an Zöllner: Er sei natürlich Sozialdemokrat geblieben.

DIE ZIEHTOCHTER

Doris Ahnen hat von Jürgen Zöllner das Wissenschaftsministerium in Rheinland-Pfalz übernommen. Sie verstehen sich bestens und sprechen politisch die gleiche Sprache. Ahnen und Zöllner kennen einander noch von der Universität in Mainz. Nach dem Wahlsieg der SPD hat Zöllner Doris Ahnen, die zu Studienzeiten der SPD beigetreten war, mit in die Politik genommen. Zunächst war sie Zöllners Büroleiterin, dann seine Staatssekretärin. Schließlich wurde sie 2001 Ministerin für Bildung, Frauen und Jugend. Wie Jürgen Zöllner fährt Ahnen gerne Inlineskates.

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