Zeitung Heute : Geschäfte im Schnee

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Was wird heute wichtig?

Weltwirtschaftsforum in Davos: Nichts Geringeres als die drängendsten Probleme der Welt stehen auf dem Programm bei den Verhandlungen im schweizerischen Davos . Der französische Staatspräsident Jacques Chirac und der britische Premierminister Tony Blair forderten am Mittwochabend zur Eröffnung der Veranstaltung mehr Solidarität mit dem armen Ländern der Welt. Chirac schlug eine internationale Sondersteuer vor, um den Entwicklungsländern mehr Mittel zur Verfügung stellen zu können. Blair sprach sich für eine weltweite Allianz zur Unterstützung des afrikanischen Kontinents aus. Chirac war per Videokonferenz zugeschaltet, weil die Witterung seine Reise nach Davos verhindert hatte. Bis zum Sonntag wollen 2250 Führungskräfte aus Politik und Wirtschaft aus 96 Ländern diskutieren. Bei dem Meinungsaustausch in dem verschneiten Alpenstädtchen wird heute auch Bundeskanzler Gerhard Schröder erwartet. In die internationale Prominenz aus etwa zwei Dutzend Staats und Regierungschefs sowie hunderten von Unternehmenschefs wird sich von Freitag an auch die CDU-Vorsitzende Angela Merkel einreihen. Bei diesem 35. WEF-Jahrestreffen fällt besonders die starke europäische Präsenz auf, während US-Politprominenz weitgehend fehlt – wegen der Regierungsbildung in den USA. Die Teilnehmer der Konferenz können zwischen 200 Veranstaltungen wählen. Neben der vom WEF vorgeschlagenen breiten Themenpalette

vom Welthandel über Umweltschutz bis

zu Religionsfragen dürften bei den zahllosen informellen Kontakten die Lage in Nahost, die Wahlen im Irak sowie die Folgen der Seebeben-Katastrophe in Südasien die Hauptrolle spielen.Tsp/dpa

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