Glossar : Im grünen Bereich

BQS-Daten

Die Kliniken müssen für die gesetzliche Qualitätssicherung Therapiedaten an die Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS) in Düsseldorf melden: zum Beispiel zu Komplikationen oder zur Sterblichkeit. Die Prozentwerte zeigen einen Qualitätstrend für die Behandlung in dem Krankenhaus. Sie sind derzeit die einzigen verfügbaren Daten zur Behandlungsqualität, die gesetzlich vorgeschrieben von allen Krankenhäuser erhoben und auf der gleichen Basis zentral ausgewertet werden. Diese Daten ermöglichen also einen direkten Qualitätsvergleich.

BQS–Qualitätsindikatoren

Für den Klinikvergleich haben wir aus den über 200 BQS-Qualitätsindikatoren je drei oder vier pro Behandlungsart ausgewählt, die aussagekräftig und möglichst für Laien verständlich sein sollten. Warum ist diese Angabe wichtig? Die Prozentwerte zeigen einen Qualitätstrend für die Behandlung in dem Krankenhaus. Beachten Sie bitte, dass die Einzelwerte für sich betrachtet eine geringere Aussagekraft haben als alle vier zusammengenommen. Für viele Indikatoren hat die BQS einen Bereich für gute Qualität definiert. Die farbigen Punkte neben den Werten markieren, ob ein Qualitätswert aufgrund einer hohen Patientenzahl eine statistisch belastbare Aussage erlaubt. Je mehr BQS-Werte einer Klinik statistisch belastbar im „grünen“ Referenzbereich liegen, desto besser der Qualitätstrend.

Fallzahlen

Allgemeine Datengrundlage für Qualitätsberichte der Krankenhäuser und für Berichte der BQS zu den jeweiligen Qualitätsindikatoren sind die Patientenzahlen. Generell sind die Fachleute der Meinung, dass die Anzahl von Eingriffen ein Hinweis auf die Qualität ist: Je mehr behandelt wird, desto mehr Erfahrung und Routine haben die Ärzte und Pfleger, so ihr Kalkül. Allerdings unterscheiden sich die jeweiligen Erhebungen in ihrer Aussagekraft. Während die Patientenzahlen von BQS direkte Schlüsse auf das Verhältnis von Krankheitsbild und Behandlung zulassen, muss bei Qualitätsberichten der Kliniken zwischen Krankheitsfeststellung und eigentlicher Behandlung unterschieden werden.

Statistische Definitionen für Krankheiten und Behandlungen

Auf Überweisungen vermerken Fachärzte für die weitere Behandlungen bestimmte Schlüssel, so genannte ICD- und OPS-Codes, festgelegt - sie gelten bundesweit für alle Krankenhäuser. Die ICD-Nummern erfassen alle über die Diagnostik festgestellten Erkrankungen in den Kliniken. Sie bestehen aus einem Buchstaben und zwei Ziffern. Die OPS-Nummern bestimmen die für Erkrankungen vorgehenen Behandlungen. Sie bestehen aus vier Hauptziffern und durch einen Punkt getrennten Unterziffern.

Zertifikate

Jedes Krankenhaus kann sich neben den gesetzlich vorgeschriebenen Qualitätsberichten und den BQS-Erhebungen um zusätzliche Qualitätsprüfungen bemühen. So vergeben etwa Kirchen oder Krankenkassen so genannte Zertifikate - in diesem Fall heißen sie PCC und KTQ. Die verschiedenenen Abkürzungen

sind aber keine allgemein gültigen Qualitätssiegel, sondern dienen dem internen Qualitätsmanagment der Kliniken.

Tsp

Tagesspiegel - Debatten


Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar