Zeitung Heute : Griff in die Werkzeugkiste

KURT SAGATZ

Ein Laptop ist eine schöne Sache, vor allem wenn es über ein CD-ROM-Laufwerk verfügt.Selbst umfangreichste Lexika befinden sich heutzutage auf den elektronischen Datenspeichern und können auf diese Art ortsunabhängig genutzt werden - allerdings nicht auf Flugreisen, denn viele Airlines untersagen den Betrieb von Laptops mit CD-ROM während des Fluges.Geräte ohne CD-Laufwerk sind davon nicht betroffen, und mit einem kleinen Zusatzprogramm namens "Virtual CD-ROM" können deren Besitzer nun dennoch unterwegs Gebrauch von den Lexikadaten machen.

Das Programm (ab Windows 95) aus dem Hause DTP Neue Medien, das über die Marke "Hörzu-Software" vertrieben wird, kopiert einfach den Inhalt der Silberscheibe in eine sogenannte Containerdatei auf die Festplatte.Je CD wird ein neues Laufwerk auf dem Computer "eingerichtet" und die zuvor eingelesene Silberscheibe ebenfalls virtuell "eingelegt".Nun stehen die Daten, wie zuvor über das reale CD-Laufwerk, zur Verfügung - und zwar erheblich schneller als früher, da die Zugriffszeiten und Übertragungsraten der Festplatte erheblich höher sind.Auch der niedrigere Stromverbrauch der Festplatte macht sich positiv bemerkbar.

Maximal 24 solcher Laufwerke können mit "Virtual CD-ROM" angelegt werden.Da jedoch trotz Komprimierung der Daten vor allem die Lexika-Containerdateien meist mit 500 bis 600 Megabyte zu Buche schlagen, ist die Obergrenze selbst bei großen Festplatten meist erheblich früher erreicht.Lohnend ist der Einsatz von "Virtual CD-ROM", das 89 DM kostet und für die Betriebssysteme Windows 95, 98 und NT erhältlich ist, auch für Nutzer von stationären Computern, vor allem, wenn regelmäßig mit bestimmten CDs gearbeitet wird.Natürlich dürfen nur die Silberscheiben kopiert werden, für die zuvor auch die entsprechende Lizenz erworben wurde.

Äußerst praktisch ist auch das Hilfswerkzeug "DriveCopy 2.0" von Powerquest.Mit diesem englischsprachigen Programm ist es auf faszinierend einfache Weise möglich, beim Kauf einer neuen, größeren Festplatte die Daten von der alten Harddisk auf die neue zu kopieren - und zwar mitsamt Betriebssystem und allen Registrierungseinträgen.Hierzu erstellt das Programm eine bootfähige Startdiskette, die das Werkzeug zum verlustfreien Umkopieren enthält.Der Vorteil dieses Verfahrens liegt auf der Hand, denn ohne das Programm war es bislang - beispielsweise mit Windows 95 - nötig, die Systemdateien zu sichern, dann ein Backup der alten Daten vorzunehmen, nun auf die neue Festplatte Windows 95 erneut zu installieren, die Daten per Restore aufzuspielen und am Ende noch vom DOS-Prompt die Systemdateien wiederherzustellen.Allein diese Aufzählung macht deutlich, daß die Investition von rund 70 DM in DriveCopy sich in punkto Zeit und Nerven mehr als auszahlt.Das Programm arbeitet sowohl unter DOS ab 5.0 als auch unter Windows 95 und 98.Als Dateisysteme werden FAT16, FAT32 und NTFS unterstützt.Ein weiterer Vorteil von "DriveCopy" ist, daß auch das Zusammenfassen mehrerer Partitionen des Ursprungslaufwerks auf eine geschlossene Partition des Ziellaufwerks unterstützt wird.Insofern ist DriveCopy für alle Umsteiger von Windows 95 auf 98, die sich zusätzlich eine neue, größere Festplatte kaufen wollen, ein echter Geheimtip.

Tagesspiegel - Debatten


Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben