Zeitung Heute : Großeinsatz in Berlin gegen das Eis

Deutlich mehr Personal Viele Unfälle

Berlin - Die extreme Eisglätte auf vielen Gehwegen soll in Berlin stärker bekämpft werden. Mit deutlich mehr Personal als bisher wollen die Stadtreinigung (BSR), die Wall AG und die landeseigene Immobiliengesellschaft (BIM) die Bürgersteige von Schnee und Eis befreien. Die BSR setzt dafür ab Montag rund 650 zusätzliche Arbeitslose ein, die ihr von den Jobcentern zugewiesen wurden. Insgesamt sind in Berlin dann 1810 Empfänger von Arbeitslosengeld im Winterdienst aktiv. Auch die Justizverwaltung will den Einsatz von Häftlingen gegen Eis und Schnee ausweiten. Das Technische Hilfswerk (THW) beschränkt seine Hilfe hingegen weiterhin auf die Beseitigung von Eiszapfen und Schneelasten, die herabzustürzen drohen. Der extreme Winter sei „keine Katastrophenlage“, sagte THW-Chef Albrecht Broemme. Deshalb werde man am Räumdienst nicht teilnehmen.

Die Kälte und bis zu zehn Zentimeter Neuschnee führten am Freitag auf den Straßen in Berlin und Brandenburg zu zahlreichen Unfällen. In Brandenburg registrierte die Polizei bis zum Mittag 93 witterungsbedingte Unfälle, dabei wurden neun Menschen verletzt. Ein Schwerpunkt waren die Autobahnen, wo es nach Unfällen zu Sperrungen und zähflüssigem Verkehr kam. Allein auf den brandenburgischen Abschnitten der A 2, der A 9, der A 115 und dem südwestlichen Berliner Ring A 10 krachte es zwischen Donnerstagabend und Freitagvormittag 25 Mal. Auch bundesweit lösten Schnee, Wind und Eis ein neues Verkehrschaos aus. Tsp

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