Zeitung Heute : Großer Auftritt für winzige Bauteilchen

Fred Winter

Aller guten Dinge sind drei: Die Fachmesse „Microsys Berlin“ öffnet am 7. und 8. März bereits zum dritten Mal ihre Pforten. Rund 1000 Experten aus der Mikrosystemtechnik werden zur Fachschau und dem Begleitkongress erwartet. 44 Aussteller aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland haben sich im Hauptquartier der Wista Management GmbH an der Rudower Chaussee angemeldet. Damit wächst das Expertentreffen weiter: „2003 waren knapp vierzig Aussteller und 800 Forscher gekommen“, berichtet Eberhard Stens von der Berliner Technologiestiftung, die als Veranstalter der Messe auftritt. „Auch große Konzerne wie Intel, Siemens, Bosch, Philips und DaimlerChrysler schicken ihre Fachleute.“

Die „Mikrosys Berlin“ findet alle zwei Jahre statt, immer im Wechsel zur „Laseroptik Berlin“, die sich gleichfalls in Adlershof etabliert hat. „In diesem Jahr nehmen wir uns die wichtigsten Trends der Mikrosystemtechnik vor, also Sensoren für Lebensmittel, Mikrotechnik für Bioanalysen oder Sicherheitstechnik“, sagt Stens. „Auch Verkehrstechnik und Medizintechnik spielen eine große Rolle.“ Ein Schwerpunkt wird die weitere Miniaturisierung der elektronischen und mechanischen Baugruppen sein, die in der Mikrosystemtechnik oft nur Tausendstel eines Millimeters groß sind. Derzeit arbeiten die Forscher fieberhaft daran, diese Winzlinge immer enger miteinander zu verknüpfen und die Packungsdichte dieser Baugruppen zu erhöhen.

Die „Mikrosys Berlin 2005“ läutet somit eine neue Runde in der zunehmenden Verzahnung der verschiedenen technischen und wissenschaftlichen Branchen ein. Den Eröffnungsvortrag hält der Herzspezialist Roland Hetzer, Direktor des Deutschen Herzzentrums in Berlin. Auf diesem Gebiet spiegelt sich der technische Fortschritt der letzten Jahre am deutlichsten wider: Ohne die haarfeine Mikrosystemtechnik wären Herzschrittmacher, Defibrillatoren oder künstliche Herzen undenkbar.

Weitere Informationen im Internet: www.microsys-berlin.com

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