Zeitung Heute : GRUSELFILM

Wolfman

Rufus Leu

Joe Johnston („Hidalgo“) hat einen sehr altmodischen Film inszeniert – was ja durchaus seinen Reiz hat. Man bekommt also das komplette Gothic-Schauer-Arsenal geboten – und drei Schauspieler, denen man gerne zusieht, wie sie leiden. Allen voran Benicio del Toro, der aus dem fernen New York nach England zu seinem herrischen Vater (Anthony Hopkins) zurückkehrt. Der Grund: Die Verlobte seines Bruders (Emily Blunt) hat ihn vom Tod seines Bruders unterrichtet, der in den Wäldern von Blackmoor von einem Werwolf verstümmelt wurde. Die Hatz nach dem Wolfman kann beginnen. Leider bleibt alles vorhersehbar – also eher „Van Helsing“ als „Sleepy Hollow“. Charles Dickens statt Edgar Allan Poe. Nach der gelungenen Revitalisierung von „Spider-Man“, „Batman“ und „Sherlock Holmes“ hatten wir uns etwas mehr erwartet. Mittelprächtig.Rufus Leu

„Wolfman“, USA/GB 2010, 102 Min., R: Joe Johnston, D: Benicio del Toro, Anthony Hopkins, Emily Blunt

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