Zeitung Heute : Gute Vorsätze für die Karriereplanung

Wer 2007 bestimmte Ziele erreichen will, sollte möglichst konkret planen – und realistisch bleiben

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Gute Vorsätze zum neuen Jahr sind schnell gefasst – und werden oft genauso schnell wieder vergessen. Wer sich für 2007 beruflich etwas vornimmt, sollte solche Ziele deshalb präzise formulieren und sie dann systematisch angehen. Der Jahreswechsel sei grundsätzlich der richtige Zeitpunkt für entsprechende Überlegungen, sagt Karriereberaterin Sylvia Geisler. „Man kann das vergangene Jahr dann Revue passieren lassen und sich fragen: Was habe ich erreicht? Wo waren meine Erfolge?“, empfiehlt Geisler, die für die Karrieremanagementberatung Lee Hecht Harrison in Frankfurt arbeitet. Sich klarzumachen, wie man in den zurückliegenden Monaten Probleme gelöst hat, kann für vergleichbare Situationen in der Zukunft hilfreich sein. Bisherige Erfolge geben Aufschluss darüber, wo die eigenen Stärken liegen und welche Fähigkeiten für die Karriere unter Umständen noch wichtiger werden können.

Grundsätzlich sei es besser, mehrere kleine Ziele zu formulieren als ein ganz großes: „Ich bin viel motivierter, wenn ich regelmäßig Teilerfolge erziele, statt eine einzige große Herausforderung vor mir habe“, sagt Sylvia Geisler. Sinnvoll sei auch, für die einzelnen Schritte einen Zeitplan zu entwickeln und festzulegen, welches Ziel welche Bedeutung hat. Wer beispielsweise feststellt, dass ihm für sein berufliches Weiterkommen noch Qualifikationen fehlen, kann sich vornehmen, sie durch Weiterbildung zu erwerben. Auch Messebesuche, Kongresse oder Fachkonferenzen sind in diesem Zusammenhang wichtig.

Hilfreich sei es außerdem, sich seine Ziele aufzuschreiben, so Karriereberaterin Geisler. Das helfe dabei zu ordnen, was man eigentlich möchte. Und es erleichtere später die Kontrolle, wie weit man gute Vorsätze tatsächlich umgesetzt hat. „Möglicherweise waren einzelne Ziele auch nicht realistisch oder die Bedingungen, sie zu erreichen, haben sich geändert“, erläutert die Expertin.

Vernünftig sei es, sich etwa für jeden Monat ein realistisches Ziel zu setzen – und dann zu überprüfen, wie erfolgreich man war. Beim schriftlichen Festhalten beruflicher Ziele hilft es, möglichst genau zu formulieren, sich beispielsweise vorzunehmen, im ersten Quartal eine Weiterbildung zu besuchen oder im zweiten Quartal zu einer Fachmesse zu fahren.

Unterschätzt werde oft die Bedeutung des „Netzwerkens“ für die Karriereentwicklung: Geisler empfiehlt, auch das zu planen und zum Beginn des neuen Jahres zu schauen, zu wem alte Kontakte eingeschlafen sind oder zu wem man vielleicht schon lange neue knüpfen wollte und es bisher nicht geschafft hat.dpa/gms

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