Zeitung Heute : Hilfe für Haiti beginnt zu wirken

Port-au-Prince - Die Erdbebenopfer in Haiti erhalten neun Tage nach der Katastrophe endlich internationale Hilfe. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hält die Anfangsprobleme der Helfer für überwunden. Bei einem Gottesdienst für die zehntausenden Toten am Mittwoch (Ortszeit) in New York sagte Ban: „Ich weiß, dass es in den ersten Tagen gewisse Verzögerungen gab. Aber mittlerweile haben wir ein sehr effektives System aufgebaut, um Engpässe zu umgehen.“ Auch das Rote Kreuz erklärte, Hilfe komme nun an. Am Donnerstag erreichte ein erster Frachter mit Hilfsgütern den Hafen der Hauptstadt Port-au- Prince. Zwei neue Nachbeben der Stärke 4,8 und 4,9 versetzten allerdings erneut viele Menschen in dem Karibikstaat in Panik. Am Mittwoch waren bei einem anderen schweren Nachbeben der Stärke 6,1 nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur 20 Menschen ums Leben gekommen, als ein bereits beschädigtes Gebäude über ihnen zusammenbrach. Helfer aus aller Welt arbeiten dennoch weiter rund um die Uhr bis zur Erschöpfung. Russland entsandte acht weitere Ärzte und 15 Tonnen Medikamente, Nahrungsmittel und technische Geräte, sagte eine Sprecherin des Zivilschutzministeriums. Bisher arbeiten in Haiti 159 russische Ärzte, Psychologen und Retter. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin werden noch drei Deutsche vermisst. Vermutlich starben demnach drei Bundesbürger, von denen zwei noch identifiziert werden mussten.dpa

Tagesspiegel - Debatten


Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben