Hugo in Berlin : Modern aber lustig

Das Modeunternehmen Hugo Boss zeigte seine designorientierte Linie Hugo in der Gemäldegalerie.

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In Reihe. Die Muster bei Hugo erinnerten an Art déco.
In Reihe. Die Muster bei Hugo erinnerten an Art déco.Foto: dapd

Eyan Allen ging es um die avantgardistische Schärfe. Die und damit auch die designorientierte Linie Hugo passe hervorragend nach Berlin und damit auch in die weiß strahlende Leere der Wandelhalle in der Gemäldegalerie. „Die Kollektion ist sehr modern, aber lustig.“ Der Designer ist inzwischen kreativer Chef aller Damenlinien beim Metzinger Modeunternehmen Hugo Boss, hat also richtig was zu sagen: „Es ist Zeit für Veränderung, wir sollten wieder optimistischer in die Zukunft sehen.“ Folgerichtig machte Hugo Boss mit beim Berliner Trend, der da hieß: Freut euch auf die Mode, nicht auf die Häppchen. „Wir wollen, dass sich alles auf die Mode konzentriert.“

Deshalb präsentierte Boss nicht im großen Rahmen mit Pre- und Afterparty, sondern am Donnerstag mitten am Tag. So wurden die modischen Eindrücke nicht durch ein Glas Champagner zu viel getrübt. Das kann Eyan Allen nur recht gewesen sein: Bei den Jungs sitzen die Jacketts fast zackig eng in der Taille, dafür sind die vorderen Kanten abgerundet. Die weißen, kragenlosen Jacken für Frauen zu bleistiftschmalen Hosen erinnern an Fechtanzüge, und die bodenlangen Kleider sehen mit den groß gezoomten Art-Déco-Mustern aus wie wandelnde Leinwände. Dazu passen die silberfarbenen Lider, die dem Ganzen etwas Futuristisches verleihen. Farben setzt Eyan Allen sehr gezielt ein, ein Jackett in kräftigem Lila, ein Pullover in einem ebensolchen Orange: „Ich liebe Schwarz und Weiß, das ist die Basis.“

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