Zeitung Heute : Hyundai: Nummer sieben weltweit

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"Die Koreaner kommen" hieß es vor zehn Jahren in Deutschland. Denn als neuer Anbieter von ordentlichen und zugleich preiswerten Fahrzeugen tauchte im Herbst 1991 die Marke Hyundai auf. Sie legte einen Blitzstart hin, verkaufte 1992 exakt 29 259 Autos und bis heute rund eine Viertelmillion Fahrzeuge an deutsche Kunden. So hat Hyundai guten Grund zu feiern. Der Startschuss dafür fällt bereits im Rahmen der morgen in Leipzig beginnenden AMI 2001 und damit in den neuen Bundesländern, in denen die koreanische Nummer eins besonders stark vertreten ist. So erlebt der neue Hyundai Matrix, mit dem sich Hyundai nun auch dem Markt der kompakten Minivans zuwendet, seine Europapremiere in Leipzig.

Hier präsentiert sich Hyundai als eine Marke, die vom kleinen Atos über den kompakten Accent, das Mittelklassemodell Elantra und den geräumigen Sonata bis zum Top-Modell XG 30, das nur mit 138 kW (188 PS) leistendem V6-Motor ausgestattet ist, eine Pkw-Palette vom Kleinwagen bis zur Limousine der gehobenen Klasse anbietet. Abgerundet wird diese Palette durch das sportliche Hyundai Coupé, dessen Nachfolger zur IAA sein Debut geben wird, den Minivan Trajet, den klassischen Van H1 Starex und den neuen von Hyundai als Sportsroader bezeichneten Santa Fe. Damit ist Hyundai binnen kürzester Zeit zum Generalisten geworden, der in so gut wie allen Klassen vertreten ist. In Deutschland ist er derzeit mit rund 400 Händlern vertreten. Und von Deutschland aus werden seit diesem Jahr durch die Europazentrale in Eschborn auch sämtliche europäischen Aktivitäten von Hyundai gesteuert.

Kaum zu glauben, dass Hyundai als heute bereits siebtgrößter Autohersteller weltweit erst 1968 mit der Automobilproduktion begonnen hat. Die 1967 entstandene Hyundai Motor Company gehört zur 1947 gegründeten Hyundai Business Group, die unter anderem die Nummer eins weltweit im Schiffbau ist. Ihre Fahrzeugproduktion begann 1968 mit dem mit Ford-Lizenz gefertigten "Carina". 1974 begann die Produktion des Pony mit Mechanik von Mitsubishi - einem Unternehmen, mit dem man 1981 ein Joint Venture gründete und lange Zeit intensiv zusammenarbeitete, ehe man begann, sich konsequent von der japanischen Technik zu lösen und eigene Entwicklungen auf die Räder zu stellen. So wurde 1991 mit der "Alpha Engine" der erste eigene Motor vorgestellt und 1994 mit dem Accent das erste Fahrzeug aus Eigenentwicklung.

Inzwischen ist man längst ein unabhängig entwickelndes Unternehmen mit einem sehr individuellen Auftritt, das als neueste Produkte in diesen Tagen moderne in eigener Regie entwickelte Common-Rail-Dieselmotoren mit Direkteinspritzung präsentiert. Zu Hyundai gehört übrigens seit 1998 als zweite Marke der ebenfalls koreanische Hersteller Kia. Seit dem vergangenen Jahr hält DaimlerChrysler eine Beteiligung am koreanischen Marktführer, der es sich zum Ziel gesetzt hat, bis 2010 zu den fünf größten Autoherstellern der Welt zu gehören.

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