Zeitung Heute : IAA im Online-Fieber

PETER ZSCHUNKE (AP)

Deutsche Autofirmen nutzen Internet zur Selbstdarstellung Von PETER ZSCHUNKE (AP)Wer nicht zu der am Donnerstag beginnenden Internationalen Automobilausstellung (IAA) nach Frankfurt am Main kommen kann, findet im Internet eine umweltfreundliche Alternative.Liebhaber von schnittigen Karosserien können sich dort sogar ihre eigenen Traumfahrzeuge am Bildschirm zusammenbauen.Wenn aber die Frage nach dem Preis auftaucht, lassen die Web-Seiten der deutschen Hersteller den Verbraucher anders als die US-Konkurrenz im Stich. Die meisten Web-Seiten deutscher Autobauer sind informativ, übersichtlich und zum Teil auch unterhaltsam.Bei Mercedes (www.mercedes.de) etwa kann man sich in einem "virtuellen Autosalon" das eigene Wunschauto konstruieren.Erst wird die Modellreihe ausgewählt, dann geht es in die netten Details, angefangen von der Lackierung und den Farben der Sitzgarnitur bis hin zu den Sonderausstattungen.Schließlich nimmt der Computer eine "Baubarkeitsprüfung" vor, und das gewünschte Auto sowie eine Liste aller Merkmale erscheint im Bild.Bleibt nur noch die Frage nach dem Preis - der aber wird schamhaft verschwiegen. Zur Begründung für diese Zurückhaltung verweist Mercedes-Mitarbeiter Michael Kuhn auf den Service- und Informationscharakter der im Juni 1995 eingerichteten Web-Seiten, die wöchentlich von 63 000 Nutzern aufgerufen werden.Möglichen Kunden solle ein Anreiz gegeben werden, in die Schauräume der Händler zu kommen."Die persönliche Beratung ist durch das Internet nicht zu ersetzen." Allerdings werde darüber nachgedacht, ob vielleicht doch auch die Preise im Internet genannt werden sollten, wie es bereits auf den Mercedes-Seiten für die USA üblich sei. Auch bei BMW (www.bmw.de) wird der Internet-Surfer aufgefordert: "Stellen Sie Ihren Traumroadster zusammen".Fast scheint es so, als werde der Preis hier nur deswegen verschwiegen, damit der Interessent ungehindert von solch spröden Dingen seiner Leidenschaft nachgehen kann: "Genießen Sie Leistung pur ­ mit dem 236 KW starken BMW-Triebwerk, das sie in 5,4 Sekunden von Null auf Hundert katapultiert." Nüchterner geht es bei Volkswagen (

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