Zeitung Heute : IBM stellt neue Chiptechnologie vor

Kupfer statt Aluminium / Computer werden leichter und billiger dpaDer Computerkonzern IBM hat eine neuartige Chip-Technologie entwickelt.Diese ermöglicht erstmals, Transistoren auf Computer-Chips mit mikroskopisch dünnen Kupferdrähten statt mit Aluminium-Schaltkreisen zu verbinden, teilte IBM jetzt mit.Die neue "CMOS 7S-Technologie" ermögliche die Herstellung leistungsfähigerer, leichterer und billigerer Computer.Die neuen Chips verbrauchen zudem nach Darstellung von IBM wesentlich weniger Strom und sollen zunächst in Hochleistungscomputern und Mobilfunk-Telefonen verwendet werden.Die neue Technologie ermöglicht es laut IBM, 150 Millionen bis 200 Millionen Transistoren auf einen einzigen Chip aufzutragen.Die Kupferverbindungen messen nur ein Fünfhunderstel eines Menschenhaares. Die Chip-Hersteller haben in den vergangenen 30 Jahren die Schaltkreise auf Aluminium geätzt, um die Transistoren miteinander zu verbinden.Die limitierte Leitfähigkeit von Aluminium stellte sich aber als immer größerer Hemmschuh bei der Chip-Produktion heraus, je kleiner die Chips und die Transistoren wurden und je mehr Transistoren auf einen Chip aufgetragen wurden.Kupfer ist sehr viel leitfähiger, doch verunreinigte es die Silicon-Scheiben und war deshalb in der Chip-Herstellung bisher nicht verwendbar.Die neue Technologie ermöglicht nun erstmals die Trennung zwischen den Silicon-Scheiben und den mikroskopisch kleinen Kupfer-Schaltkreisen.IBM produziert bereits versuchsweise die ersten Chips.

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