Zeitung Heute : Im Geist von Benny und Johannes Paul

REIMZEIT ,,Komm, hier haste ne Mark“: Grimassen und Spitzenmusik mit Helge Schneider & Co.

eNTe

Es gibt ansonsten aufgeschlossene Zeitgenossen, die Konzerte von Helge Schneider meiden – weil sie ihn nur von nachlässig-luschigen TV-Auftritten kennen. In seinem jüngsten Buch „Bonbon aus Wurst. Mein Leben“ (Kiepenheuer & Witsch) schreibt er dazu: „Ich war schon in vielen Fernsehshows dabei, ich langweile mich nie, weil ich mich gut selbst beschäftigen kann, ich übe Grimassen oder penne auf ’ner Couch. Oder ich kämme mir die langen Haare.“ Tatsächlich entfaltet er erst abendfüllend auf der Bühne seinen wunderbar anarchischen Humor und vor allem seine vielschichtige Musikalität. Im aktuellen Programm „Komm, hier haste ne Mark“ umgibt er sich einmal mehr mit einer Handvoll handverlesener Musiker, den „Drops“. Nach dem Tod des Jazzbassisten Jimmy Woode ist ihm der legendäre Schlagzeuger Pete York aus fruchtbaren Trio-Tagen treu geblieben. Über dessen Fähigkeit, nur im Kopf zu üben, um anschließend besser zu trommeln als zuvor, erzählt Schneider im genannten Buch, aus dem auch die hier abgedruckten Passagen stammen. Die kurzweilige Collage aus wahren und wahrgelogenen Storys empfiehlt sich als Vorbereitung für den Besuch der Live-Schneideriade. Ist es doch immer gut, intime Informationen über den Künstler zu haben, in dessen Obhut man sich begibt. eNTe

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