Zeitung Heute : Im Herbst kommt der Z4

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Im März 1996 kam er auf den deutschen Markt – der BMW Z3. Damit knüpfte München an seine alte Roadster-Tradition an. Allerdings nicht mit einem Auto aus Bayern, sondern einem Amerikaner. Denn vom Band rollte der offene Zweisitzer im damals jüngsten und modernsten Werk von BMW in Spartanburg im amerikanischen Bundesstaat South Carolina. Als klassischer Zweisitzer mit langer Motorhaube und relativ leichtem Verdeck kehrte BMW mit dem Z3 in eine Fahrzeugklasse zurück, die in Europa so sträflich vernachlässigt wurde, dass Mazda mit dem MX-5 leichtes Spiel hatte, Ende der 80er Jahre an die europäische Roadster-Tradition anzuknüpfen.

Der Z3 wurde ein Erfolgsmodell, erlaubte es BMW, sich schnell an die Spitze der Roadster-Zulassungen zu setzen, wobei natürlich auch der vergleichsweise günstige Preis eine wichtige Rolle spielte. Denn um preiswert zu produzieren, bediente man sich konsequent aus dem Aggregatebaukasten von BMW. Und ein Facelift im Frühjahr 1999 ließ auch die weniger stark motorisierten Modelle künftig mit stärker ausgearbeiteten hinteren Radhäusern und einer für alle Motorversionen breiteren Hinterachse antreten, die bis dahin nur dem Z3 2.8 und den M Roadster vorbehalten war.

Doch nun kommt eine ganz neue Roadster-Generation –- der BMW Z4. Das Grundkonzept mit langer Motorhaube, langem Radstand, kurzen Überhängen und einer tiefen weit hinten liegenden Sitzposition wurde beibehalten. Doch in völlig neuer Optik präsentiert sich die rundum ein wenig gewachsene Karosserie des neuen Z4. Denn das neue Auto bedient sich der neu entwickelten Formensprache der Münchener. Das bedeutet ein attraktives Wechselspiel zwischen konkaven und konvexen Oberflächen und harten Kanten und sanften Rundungen – eine Optik, die aus jedem Blickwinkel neue Übergänge aus Licht und Schatten zaubert und damit den Charakter des Z4 bestimmt.

Von großer praktischer Bedeutung für den offenen Zweisitzer ist neben dem relativ geräumigen Cockpit mit seinen sportlich gestalteten Sitzen der respektable Kofferraum mit dem variablen Verdeckkasten. Denn dort kann man bis zu 260 Liter unterbringen. Das Verdeck selbst faltet sich Z-förmig zusammen und ist mit einer beheizbaren Heckscheibe aus Glas ausgestattet.

Unter der Motorhaube des neuen Z4, der seinen ersten öffentlichen Auftritt Ende September beim Pariser Herbstsalon hat, werden zum Start zwei durchzugsstarke Reihensechszylinder ihren Dienst tun. Im Z4 2,5i hat der 141 kW (192 PS) und erlaubt in Verbindung mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe eine Spitzengeschwindigkeit von 235 km/h. Und im Top-Modell 3.0i agiert ein 170 kW (231 PS) starkes Triebwerk mit speziellem Sound-Engineering, das seine Kraft über ein neues Sechsgang-Schaltgetriebe an die angetriebene Hinterachse liefert, die von der bewährten 3er- Hinterachse abgeleitet wurde. Der Roadster gibt sich betont sportlich und unterstützt mit breiterer Spur, extrem niedrigem Schwerpunkt und seiner optimalen Achslastverteilung von 50:50 und der präzise elektrisch unterstützten Servolenkung eine betont flotte Fahrweise. Auf Wunsch gibt es auch ein mit mit Fahr-Dynamic-Control (FDC) kombiniertes Fünfgang-Automatikgetriebe. Kräftig zupackende Hochleistungsbremsen, zur Serienausstattung gehörende Runflat-Sicherheitsreifen und die Dynamic Stability Control (DSC III) mit zuschaltbarem Traktionsmodus sorgen dafür, dass der Z4 auch bei schwierigeren Fahrmanövern auf Kurs bleibt.

Völlig neu gestaltet zeigt sich das Armaturenbrett, das wichtige Elemente des Außendesigns übernimmt. Sport-Lederlenkrad, Überrollschutzsystem und viele geräumige Ablagen gehören zur Z4-Serienausstattung. Als Wunschausstattung bietet BMW ein vollständig in der Armaturentafel versenkbares Navigationssystem mit 16:9-Display, ein hochwertiges HiFi-System und ein Autotelefon an.

Bereits im Herbst auf dem Markt eingeführt wird der Z4 in den USA. Europäische Interessenten müssen sich noch bis zum Frühjahr 2002 gedulden. Dann allerdings wird mit SMG auch ein sequenziell bedienbares Sechsgang-Schaltgetriebe angeboten, das bei beiden Motorvarianten für erhöhen Fahrspaß sorgen soll. ivd

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