IM INTERVIEW : „Die Lehre wird künftig grenzüberschreitend“

Herr Professor Rühl, welche Erwartungen verbinden Sie mit der Gründung des Exzellenzzentrums in Forschung und Lehre in St. Petersburg?

Das Exzellenzzentrum wird einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung russischer und deutscher Wissenschaftler leisten. Es wird auch die Ausbildung der Studierenden durch Lehrveranstaltungen von Wissenschaftlern aus dem jeweiligen Partnerland bereichern. Das wird dazu führen, dass die junge Generation von Studierenden und Wissenschaftlern sich offener gegenüber dem Partnerland verhalten wird.

Wie wird die Förderung durch das Exzellenzzentrum in St. Petersburg genau aussehen?

Jedes Jahr werden im Wettbewerb Mobilitätsmittel an mehr als 40 hervorragende Studierende und Nachwuchswissenschaftler aus Russland und Deutschland für Forschungsaufenthalte im jeweils anderen Land vergeben. Das erlaubt, im Partnerland zu forschen, die andere Sprache zu erlernen und Lehrveranstaltungen zu besuchen. Hinzu kommen bis zu zehn Kurzzeit-Stipendien zur Förderung der besten Nachwuchswissenschaftler, die vor allem Personen aus Russland zugute kommen. Darüber hinaus sollen bereits vorhandene Kooperationen koordiniert und interdisziplinäre Workshops, Konferenzen sowie Winter- und Sommerschulen organisiert werden. Das Exzellenzzentrum wird auch Mobilitätsmittel für Lehrende zur Verfügung stellen, was eine neue Dimension der Internationalisierung der universitären Lehre eröffnet. Damit verbunden sind innovative Formen von Lehrveranstaltungen, in denen mittels Videoübertragung gearbeitet wird und grenzüberschreitende Vorlesungen ermöglicht werden. Videoübertragungen fördern zudem die Kommunikation zwischen Wissenschaftlern beider Länder.Die Fragen stellte Jan Hambura

Eckart Rühl koordiniert den Aufbau des Exzellenzzentrums. Er ist Professor für Physikalische und Theoretische Chemie an der Freien Universität.

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