Zeitung Heute : Im letzten Wintertest

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Volkswagen strebt nach Höherem - in die automobile Oberklasse, in der künftig der Phaeton antreten wird, der in der im Dezember eröffneten Gläsernen Manufaktur von Volkswagen in Dresden gebaut wird. 5,06 Meter in der Länge und 1,90 Meter in der Breite misst das neue Auto mit dem kräftigen Chromgrill, der pfeilförmig konturierten Motorhaube, dem kraftvollen Heck und der eleganten Seitenlinie, mit dem der Sprung in den Olymp gelingen soll. Wer so weit hinaus will, muss technisch neue Akzente setzen. Der Phaeton tut das unter anderem mit einer wegweisenden Fahrwerkstechnik. Die absolvierte im hohen Norden Schwedens jetzt ihre letzten Erprobungen unter winterlichen Extrembedingungen.

Beim Fahrwerk setzt Wolfsburg auf ein neu entwickeltes Luftfederungsystem mit einer stufenlos arbeitenden elektronischen Kennfeld-Dämpferregelung, das höchste Ansprüche beim Fahrkomfort und der Fahrdynamik erfüllt, wie sie mit herkömmlichen Stahlfedersystemen schwerlich zu realisieren sind. So erhielt der Phaeton eine Fahrwerksauslegung, deren Vorteile bei der Fahrdynamik nicht mit Nachteilen beim Fahrkomfort erkauft werden mussten. Möglich wird dies durch das intelligente Zusammenwirken dreier verschiedener Systeme -der Luftfederung, der Niveauregulierung und der stufenlosen Dämpferregelung.

Herzstück des Systems sind vier Luftfederbeine, deren Luftfedermodule mit einer neuen Art von Luftfederbälgen ausgestattet sind, die sehr stabil sind und zugleich ein sehr sanftes Ansprechen garantieren. Die Federrate der Luftfedern lässt sich variieren und der Beladung des Fahrzeugs anpassen, so dass der Fahrkomfort bei allen Beladungszuständen optimal bleibt. Die Luftfedern sind mit einer Niveauregulierung kombiniert, die es erlaubt, die Karosserie bei hohen Fahrgeschwindigkeiten abzusenken und damit die Aerodynamik sowie das Fahrverhalten zu optimieren und auf schlechten Wegstrecken das Fahrzeug anzuheben.

In jedem Luftfederbein steckt schließlich ein kennfeldgeregelter Stoßdämpfer, dessen Dämpkraft sich in Sekundenbruchteilen der aktuellen Fahrsituation anpassen lässt. Zwei Aufbaubeschleunigungssensoren an der Vorderachse und einer an der Hinterachse sowie vier Niveausensoren an Vorder- und Hinterachse liefern dem Steuergerät für die Luftfederung wichtige Basisdaten. Aus denen errechnet es in Verbindung mit Daten aus dem ESP-Steuergerät sowie der Motor- und Getriebesteuerung die für jede Fahrsituation optimalen Werte von Federung und Dämpfung und verhilft dem Phaeton zu einem betont agilen und zugleich souveränen Fahrverhalten. Das jeweils optimale Höhenniveau des Fahrwerks, mit seiner Vierlenker-Voderachse und einer neu entwickelten Trapezlenker-Hinterachse wird automatisch eingestellt, kann aber auch vom Fahrzeuglenker individuell variiert werden. So kann man das normale Höhenniveau und das 25 Millimeter darüber liegende Hochniveau einstellen und die vier Dämpferkennfelder Basis, Komfort, Sport und Sport2.

Bei den letzten Abnahmefahrten auf nordschwedischen Pisten optimierten VW-Techniker nicht nur die Feinabstimmung dieses wegweisenden Fahrwerks, sondern nutzten die extremen Kilmabedingungen auch, um die neue 4-Zonen Climatronic des Phaeton zu erproben und zu verbessern. Denn erstmals können mit diesem System nicht nur Fahrer und Beifahrer für ihren Bereich ihr individuelles Raumklima einstellen, sondern auch die Mitfahrer im Fond.

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