Zeitung Heute : Im neuen Schuljahr heiß begehrt: PCs und Software

KLAUS ANGERMANN

Die Sommerferien sind zu Ende, tausende ABC-Schützen werden mit dem Ernst des Lebens konfrontiert.Für die meisten Schüler wird jedoch auch in diesem Schuljahr der Stundenplan wohl kaum einen praktischen Computerkurs enthalten.Der Stolperstein dabei ist weniger eine mangelnde Bereitschaft der Lehrer, sondern die notorische Geldknappheit.Für viele Schulen bedeutet dies, daß sich manchmal eine Klasse einen PC teilen muß - wenn überhaupt Rechner vorhanden sind.



Die vom Tagesspiegel vor zwei Jahren ins Leben gerufene Kontaktbörse "Computer in die Schulen", die seit ihrem Beginn schon circa 600 PCs vermitteln konnte, wird seit Juli mit einem weiteren ehrgeizigen Projekt, dem "Computercountdown 1000", verstärkt.Ziel dieser Aktion ist es, bis zum Jahresende den Schulen der Stadt 1000 Computer über Spenden zur Verfügung stellen zu können.Unterstützt wird das Projekt von dem gemeinnützigen Berliner Bildungs- und Beschäftigungsträger Kirchbauhof, der sich um die Prüfung und Überholung der Spenden kümmert.



Neu ist eine Partnerschaft mit dem Radiosender "Fritz".In der kommenden Woche wird der ORB / SFB-Sender die Tagesspiegel-Aktion durch mehrmals täglich gesendete Trailer sowie durch zahlreiche Beiträge zum Thema "Schulen und Computer" unterstützen.Genaueres kann man ab nächster Woche auf der Homepage des Senders erfahren.

Seit Beginn des Projektes am Anfang der Schulferien konnten der Tagesspiegel zusammen mit der Eco-PC-Abteilung des Kirchbauhofs schon fast 250 Computer akquirieren.So gab es beispielsweise von Schering eine Großspende von 80 PCs (386/486er) nebst 45 Monitoren; weitere Computer will die Firma in den nächsten Wochen zur Verfügung stellen.Von der Werbeagentur Wevra wurden sechs PCs und ein Laptop mit acht Monitoren und zwei Druckern gespendet.Weitere drei Rechner mit mehreren Tastaturen stammen von "Select Ticketing System".



Trotz erfreulicher Resonanz der Spendeaktion gibt es allerdings noch einige Probleme, so beispielsweise mit fehlender Software.: "Es fehlen uns einfach Software-Lizenzen", beklagt sich Matthias Lehmann von Eco-PC.Solange außer Linux und StarOffice keine Möglichkeit besteht, Software kostenfrei auf die gespendeten Rechner zu spielen, kann Eco-PC nur Rechner mit gespendeter Software zum Selbstkostenpreis an die Schulen weitergeben.Für die bei Eco-PC angelieferten Computer besteht eine Landeslizenz für das Office-Packet "StarOffice" der Hamburger Entwicklungsfirma StarDivision, das auf Wunsch ebenso wie das Betriebssystem Linux aufgespielt werden kann.Nur für Microsoft-Produkte wie MS-DOS oder Windows gibt es vorläufig noch keine Sammellizenzen.



Spendenwillige sollten beachten, daß die Computer den meisten Abnehmern nur nutzen, wenn sie unter Windows lauffähig sind.Dafür müssen die Geräte mindestens ein 386er PC mit 33 Megahertz Taktfrequenz sein und sollten über vier Megabyte Hauptspeicher sowie eine Festplatte von 100 Megabyte aufwärts verfügen.Großspenden sollten direkt über Eco laufen, Privatpersonen können sich auch direkt an die Tagesspiegel-Redaktion wenden.Ab heute werden wieder auf der Interaktiv-Seite das ganze Schuljahr über jeden Freitag Gesuche und Spenden (mit dem Namen des Spenders) stehen.

Anfragen und Angebote an: Der Tagesspiegel, Stichwort "Kontaktbörse", Potsdamer Str.87, 10785 Berlin, Fax: 26 009-377, E-Mail: interaktiv@tagesspiegel.de .Weitere Infos unter www.bln.de/medien/cids .Der Kirchbauhof nimmt Computer direkt entgegen (611 25 87) (dazu auch die Homepage www.eco-pc.de)."Fritz"-Infos: www.fritz.de

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