Zeitung Heute : Im System für Arbeit

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DER FREUND UND VORGÄNGER

Florian Gerster (57) und Frank-Jürgen Weise kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit bei der Bundeswehr. Im März 2002 wurde Gerster Chef der Bundesagentur für Arbeit und holte seinen Kameraden Weise in den Finanzvorstand. Gemeinsam machten sie sich an den Umbau der Behörde. Ende 2003 geriet Gerster in die Schlagzeilen, weil er einen Beratervertrag in Höhe von 1,3 Millionen Euro vergeben hatte, ohne ihn vorher ausgeschrieben zu haben. Obwohl ihn ein interner Revisionsbericht entlastete, entzog ihm der Verwaltungsrat der Behörde am 24. Januar 2004 das Vertrauen.

DER STELLVERTRETER

Heinrich Alt (56) ist zwar erst seit vier Jahren im Vorstand der Bundesagentur, dennoch ist er so etwas wie ein Urgestein der Behörde. 1977 begann er nach einem Studium der Politikwissenschaft als Referent beim Landesarbeitsamt in Rheinland-Pfalz. Zweimal wechselte er in die Politik, kehrte am Ende aber doch wieder in den Nürnberger Behördenapparat zurück. Alt unterstützt Weises Modernisierungskurs, manchmal aber verkörpert er noch ein Stück der alten Bundesagentur – dann, wenn er mit markigen Worten versucht, Politik zu machen.

DER VORGESETZTE

Franz Müntefering (66) ist Bundesminister für Arbeit und Soziales in der großen Koalition. Seine Partei, die SPD, hatte die Hartz-Reformen auf den Weg gebracht. Jetzt muss er als zuständiger Minister nachbessern. Die Zusammenarbeit mit Weise ist vor allem eines – sachlich.

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