Zeitung Heute : Immer mehr Fotografen rechnen in Bits and Bytes

ANDREAS MÜLLER

Die Digitaltechnik ist bereits seit einiger Zeit fester Bestandteil in der Fotografie.Neben den Attributen klein, kompakt und handlich ist es vor allem die Digitalität, die den Markt für ambitionierte Hobbyfotografen wie für professionelle Bildgestalter in Bewegung halten soll.Dies wurde auch auf der Photokina 98, die derzeit in Köln stattfindet, erneut deulich.Für ambitionierte Digital-Fotografen mit ausgefallenen Sonderwünschen stellt beispielsweise Minolta ein leistungsfähiges System vor.Es besteht aus einem kompakten Kameragehäuse mit abnehmbaren Wechselobjektiven.Die Dimage EX kann 3,5 Bilder pro Sekunde in hoher Auflösung aufzeichnen und ist wahlweise mit einem Dreifach-Zoom-Objektiv mit Makrofunktion oder einem Weitwinkel-Objektiv erhältlich.

Die Objektiveinheiten der Dimage EX sind abnehmbar und lassen sich mit Hilfe eines optionalen Verlängerungskabels mit der Kamera verbinden.Dadurch ist es möglich, auch schwer zugängliche Stellen zu fotografieren oder indirekt zu blitzen.Beide Objektive verfügen über einen 1,5-Millionen-Pixel-CCD.Anfang 1999 kommen die beiden Minolta-Kameras für jeweils etwa 2000 DM auf den Markt.

Fünf Zentimeter breit, knapp zwölf Zentimeter hoch und neun Zentimeter tief ist der DCR-PC1.Der erste komplett ausgestattete digitale Camcorder in Walkman-Größe von Sony wiegt ohne Akku und Kassette 460 Gramm.Die elektronische Super-Steady-Shot-Funktion sorgt für verwacklungsfreie Videosequenzen.Die Geschwindigkeit des optischen Zehnfach-Zooms ist variabel einstellbar, und der digitale 40fach-Zoom holt selbst weit entfernte Objekte nah heran.Sieben Belichtungsautomatiken sowie verschiedene Bild- und Überblendeffekte helfen erfahrenen Videofilmern ebenso wie ungeübten Amateuren beispielsweise bei schwierigen Lichtverhältnissen.Der Camcorder kostet unverbindlich 3999 Mark.

Am Computer zeichnen und illustrieren, digitale Medien bearbeiten und zwischen verschiedenen Anwendungen navigieren - dafür bietet sich das "Intuos"-Grafiktablett-System von Wacom an.Es zielt auf professionelle Nutzer, aber ebenso auf anspruchsvolle Privatanwender und ist individuell erweiterbar.

Die Produktlinie besteht aus fünf unterschiedlich großen Tabletts von A6 bis A3 sowie aus sechs batterie- und kabellosen Eingabegeräten.Das System eignet sich für Links- wie Rechtshänder gleichermaßen.Das Intuos A6 zum Beispiel hat eine aktive Fläche von 12,7 Zentimetern mal 10,6 Zentimetern und ist mit den Programmen Painter Classic und PenTools 3.0 gebundelt.Der Preis beträgt 458,20 Mark.

Die Brücke vom Advanced Photo System zum digitalen Bild schlägt das APS-Filmdrive FD 300, das Kodak zur photokina erstmals in Europa präsentiert.Damit erhalten Computer-Besitzer hochauflösende Scans von APS-Filmen.Sie sind praktische und preisgünstige Datenspeicher für Bilder.Das FD 300 erlaubt eine Auflösung von bis zu 2400 Bildpunkten pro Zoll.Die Handhabung der APS-Filmkassette ähnelt der Anwendung von Datenträgern wie Disketten oder CDs.Das Motto dabei: Ein Bild dann scannen, wenn es benötigt wird.Nach dem Einlegen der Filmkassette in das Laufwerk werden die Aufnahmen automatisch einge-scannt und dann sekundenschnell angezeigt.Das FD 300 kostet 549 Mark, als Bundle-Set mit einer Kodak Advantix Camera 628 Mark.

Der SnapScan 1212u von Agfa gehört zu den ersten Scannern mit Universal Serial Bus (USB)-Schnittstelle.Er unterstützt Windows 98, besitzt eine Farbtiefe von 36 Bit und eine optische Auflösung von 600 x 1200, interpoliert von 9600 Bildpunkten pro Zoll.Das maximale Scanformat beträgt in Millimetern 216 x 297.

Einfach zu benutzen ist die intuitive Benutzeroberfläche.Die mitgelieferte Software erfaßt das Bild in einer Voransicht und wählt automatisch die besten Einstellungen für den eigentlichen Scan.Dies ist vor allem für Anfänger hilfreich.Erfahrene Anwender können die Scannerparameter selbst einstellen, um die Farben zu korrigieren oder bestimmte Merkmale der Vorlage aufzubessern.Ab Anfang Oktober 1998 ist der Snap-Scan 1212u auf dem Markt.Er kostet mit Software-Paket 398 Mark.

Der Fotoprinter Camedia P-330E von Olympus nutzt die Thermosublimations-Drucktechnik.Er erzielt eine Auflösung von 360 Bildpunkten pro Zoll.Der Multiprint-Modus erlaubt die Wahl zwischen Index-Print oder Teilung des Postkartenformats in vier, neun oder 16 gleich große Bildfelder.In Verbindung mit einem Fernsehgerät lassen sich mit dem Drucker zudem Bildschärfe und -ausschnitt einfach optimieren.Auch für die Vorführung der Digitalaufnahmen vor einem größeren Personenkreis ist kein Computer notwendig.Denn dank der Video-Schnittstelle des Druckers können die auf SmartMedia Cards gespeicherten Bilder auch auf jedem Fernseher präsentiert werden.Der Camedia P-330E ist ab November diesen Jahres für 998 Mark erhältlich.

"PrintMe" heißt das Sortiment neuer Inkjet-Druckerpapiere und -Folien sowie Etiketten von Hama.Die Auflösung reicht bis zu 1440 Bildpunkten pro Zoll.Die Palette umfaßt Papierstärken von 90 bis 236 Gramm je Quadratmeter.Für künstlerisch gestaltete Ausdrucke von Stilleben, Porträts oder Gemälden gibt es unter dem Namen "Inkjet Leinen" eine echte Malerleinwand im A4-, künftig sogar im A3-Format.Das perforierte Fotopapier ist beidseitig matt oder glänzend beschichtet und steht in den Formaten 9 x 13 und 10 x 15 Zentimeter zur Auswahl.Zum Ausprobieren bietet sich die Testpackung Inkjet-Papier und Folie an.Sie kostet 24,50 DM.

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