Zeitung Heute : Indien im Vergrößerungsglas

Einen speziellen Akzent setzt das Forum dieses Jahr auf das Filmland Indien mit Beiträgen aus dem südindischen Bundesland Kerala, dessen Produktionen ein besonderes Profil besitzen.Das allegorische Melodram "Bhoothakannadi" ("Das Vergrößerungsglas") ist das Regiedebüt des Drehbuchautors A.K.Lohithadas.Er erzählt die Geschichte eines Uhrmachers, der die Welt nur noch durch sein Vergrößerungsglas sieht und dadurch in Konflikt mit seiner Umgebung gerät.

Die Tochter seiner Jugendliebe betrachtet er als sein eigenes Kind und entwickelt eine außergewöhnliche Zuneigung zu ihr.Als sie vergewaltigt und ermordet wird, bringt der Uhrmacher einen Mann um, den er in einem Anfall von Wahnsinn für den Mörder hält.Er wird verurteilt.Im Gefängnis trifft er auf einen Häftling, der dem Getöteten auffällig ähnlich sieht.Dann entdeckt er durch ein Loch in der Gefängnismauer ein Mädchen, die Leiterin einer Blindengruppe, die große Ähnlichkeit mit dem jungen Opfer zu besitzen scheint.Durch sein Vergrößerungsglas beobachtet er, wie der Häftling die Frau vergewaltigt.

Zum grellen, schnellen "Bollywood"-Kino gehört "Dil Se" (Von Herzen") von Mani Ratnam.Ein Reporter verliebt sich in eine gesuchte Terroristin, die für die Unabhängigkeit ihrer Provinz kämpft.Ein an Tanz- und Gesangseinlagen reicher Film des populären Genres aus Bombay.

"Bhoothakannadi", Delphi, 18.Februar, 16.30 Uhr.Zoopalast, 20.Februar, 11 Uhr.Arsenal, 19.Februar, 23 Uhr.Akad.d.Künste, 20.Februar, 19.30 Uhr.

"Dil se", Delphi, 19.Februar, 23.45 Uhr.Zoopalast, 20.Februar, 21 Uhr.

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