Zeitung Heute : INLAND

Wulff soll angeblich strafrechtliche Veranwortung übernehmen



Hannover - Die Staatsanwaltschaft Hannover würde eine Zusage des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff zu der ihm vorgeschlagenen Verfahrenseinstellung angeblich als „Übernahme strafrechtlicher Verantwortung“ werten. Das berichtet der „Focus“ unter Berufung auf ein Fax der Ermittlungsbehörde. Die Staatsanwaltschaft hatte im Februar 2012 Ermittlungen wegen des Verdachts der Vorteilsannahme gegen Wulff aufgenommen. Es geht um Hotelaufenthalte, zu denen der Film-Unternehmer David Groenewold den früheren Bundespräsidenten in seiner Zeit als niedersächsischer Ministerpräsident eingeladen haben soll. Im Zusammenhang mit diesen und anderen Vorwürfen war Wulff, der mit Groenewold befreundet ist, vergangenes Jahr zurückgetreten. Bis spätestens 8. April muss sich Wulff entscheiden, ob er eine Auflage von 20 000 Euro zahlen und somit die Ermittlungen beenden will – anderenfalls droht ihm die Anklage. AFP/dpa

Bundesbeauftragter fordert

zentrales Mahnmal für DDR-Opfer

Berlin - Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, befürwortet ein zentrales Mahnmal für die Opfer der SED-Diktatur. Als Denkanstoß für die Gesellschaft sei der Vorschlag von Opferverbänden durchaus unterstützenswert, sagte Jahn der Wochenzeitung „Das Parlament“. Bisherige Gedenkorte seien meist fixiert auf Stasi-Haft und Mauer. „Es gab in der DDR aber auch eine Diktatur im Alltag, die im Leben der Menschen tiefe Spuren hinterlassen hat“, betonte Jahn. Er nannte Psychiatrie-Opfer und Schüler, die von der Schule verwiesen wurden sowie Studenten, die wegen ihrer politischen Einstellung nicht zu Ende studieren durften. Der frühere DDR-Oppositionelle erinnerte auch an Kinder, die in Heime gesteckt wurden, weil ihre Eltern einen Ausreiseantrag gestellt hatten. Der Opfer all dieser Repressionen werde bislang in keinem Denkmal gedacht, sagte Jahn. dpa

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