Zeitung Heute : Internet-Helferlein ergänzen Web-Browser

HANS-PETER STRICKER

Spezielle Utilities machen Internet-Alltag komfortabel / Meist kostenlose Share- oder FreewareVon HANS-PETER STRICKERMit serienmäßiger E-Mail- und FTP-Ausstattung sind moderne Browser wie der Netscape Communicator oder der Microsoft Internet Explorer im Grunde alles, was man zum Internet-Surfen braucht.Integrierte Newsgruppen-Programme und vorinstallierte Plug-Ins lassen den Benutzer mit jedem gängigen Datenformat zurechtkommen. Voll ausgereifte Produkte sind die Browser wider Erwarten nicht.Zu hoch ist der technische Innovationsdruck durch den jeweiligen Konkurrenten, als daß den Entwicklern bei Netscape oder Microsoft Zeit dafür bliebe, auf wirkliche Benutzerbedürfnisse einzugehen.So konnte sich fast unbemerkt ein eigener Markt entwickeln, der Markt der "Internet Utilities" (englisch: Nützlichkeiten).Solche kleinen Programme, meist aus dem Share- oder Freeware-Bereich, machen den Internet-Alltag erst wirklich komfortabel und effizient. Hilfsprogramme wie Viren-Scanner oder Dekompressions-Tools (englisch: Werkzeuge, die komprimierte Dateien "entpacken") haben ihre Bedeutung auch jenseits des Internet ­ es gibt ja schließlich noch Disketten, über die (infizierte oder codierte) Daten auf den heimischen Computer gelangen können.Typische Internet-Utilities sind hingegen ganz speziell auf Internet-Bedürfnisse zugeschnitten.Ihr Spektrum reicht von Download-Planern, mit denen man Dateien zum späteren Herunterladen organisieren kann, bis hin zu ausgeklügelten Lesezeichen-Verwaltungen, mit denen man endlich Ordnung ins notorische Bookmark-Chaos bringen kann.Bookmarks, also Lesezeichen, erlauben dem Benutzer, einmal besuchte Internet-Seiten später direkt aufzurufen, neigen aber dazu, zu langen, unübersichtlichen Listen auszuwuchern. Es gibt eigene Utilities für den Ausdruck von Bookmark-Listen und solche, die dem Benutzer die Struktur einer komplexen Web-Site, also eines kompletten Internet-Angebotes aus vielen Web-Seiten, in der Art eines Dateimanagers anzeigt.Gleich mehrere Internet-Hilfsprogramme widmen sich dem Thema "Online-Zeit": das eine mißt sie nur, ein zweites rechnet sie sogleich in Telefon- und Onlinegebühren um, ein drittes versucht letztere zu reduzieren, indem es nach einem megabyte-langen Download (während dem der Benutzer meist woanders einen Kaffee trinkt) die Internet-Verbindung automatisch kappt. Die immense Vielfalt der angebotenen Internet-Utilities läßt es verständlich erscheinen, daß sie nicht alle in einem Programm implementiert sein können.Wer würde schließlich von einem Standard-Web-Browser erwarten, daß er ein langes Dokument als kleines, papiersparenderweise doppelseitig bedrucktes Büchlein ausdruêken kann? Gut zu wissen ist es allerdings, daß es für diesen Zweck ein eignes Hilfsprogramm gibt.Einen umfassenden Überblick über Internet-Utilities findet man unter "

Tagesspiegel - Debatten


Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben